Dienstag, 3. März 2015

Hofbrief: KW 10

Für den Mitmachtag am kommenden Samstag gibt es aufgrund der wechselhaften Witterung zwei alternative Aufgaben zu erledigen:
Bei strahlendem Sonnenschein und auch bei grauem bedecktem Himmel wollen wir auf dem Gemüseacker tätig werden. Dort, wo dieses Jahr der Kohl angebaut werden soll, wollen wir zur Bodenverbesserung Kalk ausbringen und Schafmistkompost streuen.
Sollte es aber anhaltend regnen und das Ackerland zu feucht zum Befahren und Betreten sein, werden wir für die Umbaumaßnahme über dem Hofladen den Dachboden aufräumen.
Beginn ist um 10 Uhr, der Tag soll ausdrücklich auch dazu da sein, um Fragen zu stellen, Kontakte zu pflegen, und Bekannte, Freunde und Nachbarn mitzubringen, die Interesse am Hof oder der CSA haben.
Am 21. März findet ab 15:30Uhr die Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V. statt. Gäste sind hier herzlich willkommen. Nach einer Hofführung und einem Bericht von der Arbeit auf dem Hof wird es auch tiefergehende Einblicke in die Arbeit des Vereins geben.1996 wurde der Verein gegründet, um unseren Hof, der zum Verkauf stand, für die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise zu sichern. Neben dem Hofkauf und der Bereitstellung von Flächen für Bioanbau sind Jugend- und Erwachsenenbildung, Pflege der Stadt-Land-Beziehung und Wiederbelebung der traditionellen Kulturlandschaft sowie Umweltschutz die Kernziele der Initiative Entrup 119.
Mehr zur Mitgliederversammlung im nächsten Hofbrief, weitere Informationen zum Verein auf unserer Homepage
unter www.entrup119.de/initiative.
Ein Hinweis zur aktuell geringen Gemüseauswahl und -menge:
März und April sind im mitteleuropäischen Klima die Monate, in denen die regionale Versorgung mit Gemüse am schwierigsten ist. Der Lagergemüsebestand neigt sich dem Ende, frisches Grün wächst aufgrund der geringen Temperatur und der häufigen Nachtfröste nur langsam.
Erschwerend kommt in diesem Jahr hinzu, dass aufgrund der schweren Regenfälle Ende Juli 2014 einige Gemüsekulturen schweren Schaden genommen haben oder gänzlich ausgefallen sind, insbesondere Kürbis, Sellerie und der Porree.
Im August 2014 haben wir ein Meinungsbild eingeholt, ob Gemüse dazugekauft werden soll, um die Vielfalt und Quantität im Winter zu erhalten. In der Mehrheit der Antworten wurde gemeinsamer Gemüsezukauf abgelehnt, damit jeder Einzelne nach eigenem Bedarf und Vorlieben das Gemüse zukaufen kann.
Das sind die Gründe, warum
wir im Augenblick keine größere Gemüsevielfalt anbieten können. Umso mehr freut es da, dass unsere Milchschafe im Augenblick fast alle wieder Milch geben, sodass eine große Auswahl an Milchprodukten hergestellt werden kann.

Dienstag, 24. Februar 2015

Hofbrief: KW 9


In den Gewächshäusern beginnt schon jetzt der Frühling.
Die Tage sind deutlich länger und die Sonne steigt zur Mittagszeit viel höher über die Baumwipfel.
Das Licht bringt auch Wärme. Feldsalat, Postelein und Mangold wachsen deshalb wieder spürbar zügiger.Wir können die ersten Frühjahrskulturen pflanzen: In dieser Woche geht es los mit Salat und Kohlrabi, in zwei Wochen geht es weiter mit Spitzkohl und Fenchel.
Die ersten Gemüsejungpflanzen ziehen wir nicht selber an, sondern kaufen sie von einem biologisch wirtschaftenden Spezialbetrieb, der seine Gewächshäser beheizt und die Pflanzen bei Bedarf auch belichten kann.
Der in dieser Woche gepflanzte Kohlrabi wurde schon Ende Dezember ausgesät, der Salat Anfang Januar. Wir ersparen uns demnach bis zu zwei Monate Heizkosten
in den kältesten Wintermonaten.
Ab Ende Januar machen wir
aber auch viele Aussaaten selber – Salat und Stielmus fürs Gewächshaus, Wirsing, Mangold, Zwiebeln, Schnittlauch, Dicke Bohnen für den Gemüseacker. Am Montag wurden auch schon Paprika und Auberginen gesät, die ihre drei Monate bis Ende Mai brauchen, um dann in die Folientunnel gepflanzt werden zu können.
Eine Ankündigung für Termine in März und April:
  • 7. März ab 10 Uhr: Mitmachtag
  • 21. März ab 16 Uhr: Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V.
  • 4. April: Mitmachtag – Kartoffeln legen am Vormittag und Osterfeuer am Nachmittag

Dienstag, 17. Februar 2015

Hofbrief: KW 8


Während die Gemüsevielfalt im Augenblick immer mehr abnimmt, ist das Angebot aus unserer Hofkäserei mittlerweile wieder vollständig. Nach der Winterpause freuen wir uns wieder sehr auf die Leckerbissen.
Das Kochen mit saisonalem Gemüse kann besonders im Frühjahr eine Herausforderung sein.
Unter den CSA-Teilnehmern gibt es jedoch einige passionierte Hobbyköche, die gerne das ein oder andere Rezept zur saisonalen Küche mit Steckrübe, Sauerkraut und Co. mit Anderen teilen möchten.
Und auch mancher Gemeinschaftler, der seit Jahren dabei ist, hat Strategien und Rezepte entwickelt, um die gemüsearme Zeit mit Genuss zu meistern.
In der Vergangenheit wurden solche Rezepte im CSA-Blog unter der Rubrik „Entruper Kochbuch“ und auf der Internetseite in einer eigenen Rubrik gesammelt.
Wir möchten den
Rezepteaustausch wieder anregen und haben dazu folgendes Konzept entwickelt:
Wer Lust und Zeit hat,
sich beim Kochen über die Schulter schauen zu lassen, lädt dazu Jutta von der Marketinggruppe ein. Jutta ist professionelle Fotografin und portaitiert das Rezept für die Darstellung im Internet. Der Text wird von der Köchin / dem Koch zusammen mit den entstandenen Fotos im CSA-Blog veröffentlicht. Ein erstes Rezept von Silke für Rote-Bete-Salat ist bereits online.
Wer Interesse hat, vereinbart mit Jutta ein Treffen über
info[at]xenai.de.

Rote-Bete-Salat von Silke



Rote-Bete-Salat

1 große Rote Bete
1 Bund Petersilie (bevorzugt glatte Petersilie)
3 EL milder Weinessig
1 EL scharfer Senf
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
6 EL neutrales Öl
grobe Parmesanspäne

1 Die roten Beten unter fließendem Wasser gründlich waschen und abbürsten. Ungeschält in Wasser je nach Dicke 30-45 Min. nicht ganz durchgaren.

2 Etwa drei Viertel der Petersilie fein hacken, mit dem Essig verquirlen. Senf, Salz und Pfeffer einrühren, das öl kräftig unterschlagen, abschmecken.
3 Die roten Beten in kaltes Wasser legen, die Haut unter fließendem Wasser abziehen oder abschälen. Die Knolle in dünne Scheiben schneiden oder hobeln, überlappend auf Teller arrangieren. Die Vinaigrette darüber verteilen, mit Petersilie und Parmesanspänen garnieren.
Fotografien von Jutta

Samstag, 14. Februar 2015

Was mache ich mit dem Käse zum Kochen?

Wir haben im Winter viel Käse zum Kochen bekommen. Dieser war gut zum Reiben als Ersatz für Parmesan. Aber so viel Gratins und Pastagerichte kann ich nicht essen. Was also mit dem Käse machen?
Schmelzkäse!
Hier eine einfache Anwendung. Hartkäse ohne Rinde reiben.
Davon 500g mit 200g Schmand und 150 ml Milch (wäre natürlich schön, wenn das auch Schafsmilchprodukte wären, geht aber auch mit Kuhmilchprodukten)  und einer Prise Salz langsam erwärmen und so lange unter ständigem Rühren bis zum Kochen schmelzen. Zum Schluß mit dem Stabmixer alles fein pürieren. Die Masse in kleine sterilisierte (Gläser und Deckel bei 100°C  15 min erhitzen) Twist-Off Gläser füllen und sofort dicht verschließen. So ist der Käse haltbar und läßt sich gut als Streichkäse verwenden.
Die geschmolzene Masse läßt sich gut würzen nach Belieben. ( Chiliflocken, grüner Pfeffer, Basilikum, Bockshornklee, Curry, getrocknete Tomaten, etc.). Wichtig ist , dass die Zutaten kurz mitgekocht werden.

Dienstag, 10. Februar 2015

Hofbrief: KW 7


Am Montag Nachmittag wurde das erste Mal in diesem Jahr die Melkanlage wieder in Betrieb genommen.
Mittlerweile haben so viele Schafe gelammt und geben wieder Milch, dass das Melken von Hand, wie es in der zweiten Januarhälfte praktiziert wurde, nicht mehr zu bewältigen ist.
Das stete Brummen ihrer Vakuumpumpe bestimmt jetzt für die nächsten 270 Tage morgens und abends drei Stunden lang die Geräuschkulisse.
Das Hofbild verändert sich im Augenblick fast täglich.
Letzten Donnerstag wurde die neue
Dacheindeckung über dem Heuboden fertig gestellt. Seit dem letzten Samstag ist auch das Gerüst weg und die Dachbaustelle aufgeräumt. Es kann sich sehen lassen.
Diese Woche werden die Betontische in Verlängerung des Hofladengebäudes, die als Ausstellfäche für Gemüsejungpflanzen gedient hatten, abgebaut. Stattdessen wird ein
Folientunnel aufgestellt, in dem die Jungpflanzen in Zukunft heranwachsen sollen.
Davon versprechen wir uns eine kürzere Anzuchtdauer
und bessere Planbarkeit aufgrund von weniger Störfaktoren wie Starkregen, Kälte oder Schneckenfraß. Gut gelungene Jungpflanzen sind der erste Schritt zu einem erfolgreichen und ertragreichen Gemüseanbau.

Dienstag, 3. Februar 2015

Hofbrief: KW6


Am Samstag laden wir zum allmonatlichen Mitmachtag ein. Willkommen sind neben den CSA-Teilnehmern wie immer auch Alle, die den Hof und unsere Arbeit kennen lernen möchten. Bringt also gerne auch Nachbarn und Freunde mit.
Auf dem Programm steht Landschaftspflege. Wir wollen einige Hecken, die die Hofacker- und Wiesenflächen umgrenzen, auf den Stock setzen und das geschnittene Holz verräumen. Der Heckenschnitt soll teils verheizt werden, teils gehäckselt im Wegebau Verwendung finden, und teils für das diesjährige Osterfeuer am 4. April aufbewahrt werden.
Treffpunkt ist um 10 Uhr auf dem Hof. Um 13 Uhr wird für Alle ein Mittagessen angeboten.
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Am 31. Januar hat die Generalversammlung der Gärtnerhof Entrup e.G. stattgefunden.
Nach einem Rückblick auf das vergangene Wirtschaftsjahr wurden Ziele für das laufende Jahr formuliert, um die ökonomische Situation der Genossenschaft, die Betreiberin des Hofes ist, zu verbessern. Angestrebt wird ein Erlöszuwachs von 10% bei den Wochenmärkten und im Hofladen, aber auch eine Erhöhung der Mitgliederzahl von derzeit 105 auf 120.
Wer also in seinem Umfeld noch etwas Werbung für unsere Arbeit machen möchte, ist herzlich eingeladen. Dafür könnt ihr auch gerne eine größere Anzahl der Postkarten mit Hofmotiven und dem Infotext zu Solidarischer Landwirtschaft/CSA anfordern.
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Für die betriebliche Weiterentwicklung planen wir 2015 zwei Umbaumaßnahmen an bestehenden Hofgebäuden:
  • den Einbau einer Heutrocknungsanlage und
  • den Ausbau eines Dachbodens zu einer Wohnung für die Gärtnerfamilie und zu angemessenen Unterkünften für Auszubildende, Praktikanten und Absolventen des Freiwilligen Ökologischen Jahres
Für diese Maßnahmen benötigen wir noch finanzielle Unterstützung.
Weitere Details sind auf unserer Internetseite
www.entrup119.de gleich auf der Startseite und im linken Menü nachzulesen.