Dienstag, 20. Juni 2017

Hofbrief: KW 25


Wir brauchen endlich wieder schönes Wetter. Allzulange hat jetzt die Sonne geschienen und allzulange war der Himmel blau und ungetrübt. Fürs Erste wurde genug Schweiß vergossen und die Sommerbräune auf der Haut ist mittlerweile auch mehr als ausreichend. Wann gibt es endlich wieder kühle, graue, erfrischende Regentage? Wir wünschen uns davon nicht zu wenig, für unsere steinharten Äcker und für die Pflanzen, egal ob Gemüse, Getreide oder Wiesengras.
Der erste und zweite Heuschnitt gaben in diesem Frühjahr eher wenig her und langsam müssen wir uns Sorgen machen, wie wir unsere Milchschafherde samt Nachzucht im Winter satt bekommen. Auch die Sommerweide ist für die Tiere im Augenblick eher spärlich. Im Mai und Juni, wenn eigentlich das Gras am schnellsten wächst, mussten wir teilweise im Stall noch zufüttern. Auf den Gemüsefeldern läuft immer wieder die Bewässerung, um trotz der Trockenheit noch was ernten zu können.
Bei jeder Neuanpflanzung müssen wir intensiv angießen, weil die Setzlinge sonst keine Chance haben, solange sie noch nicht in tiefere, wasserführende Schichten hineingewurzelt sind.
Schönes Wetter ist ganz klar Anichtssache...
Termine:
  • 24. Juni, 14:00 Uhr: Welche Landwirtschaft wollen wir?“ Hofbegehung in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft, Münster; Nach einleitenden Infos zum CSA-Konzept und zur Geschichte des Hofes folgen eine Hofführung, ein Imbiss mit hofeigenen Produkten (Unkostenbeitrag €8,-) und ein Referat von Roman Herre (FIAN) zur Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaft in afrikanischen Ländern; Anmeldung erwünscht.
  • 25. Juni, 14:00 Uhr: CSA-Jahresversammlung - Für das gemütliche Beisammensein in fröhlicher Runde, Plaudern, Kennenlernen und Wiedertreffen bietet die gemeinsame Tafel eine schöne Gelegenheit. Bitte bringt eine Kleinigkeit eurer Wahl für das Buffet mit. Im inhaltlichen Teil blicken wir als „Bericht vom Hof“ auf das vergangene Jahr zurück und geben einen Einblick und Ausblick in die Bereiche Bäckerei, Gärtnerei, Landwirtschaft und Käserei. Vertiefen werden wir das Thema rund um unsere Schafmilch und laden Euch zu einem Rundgang ein. Wir freuen uns auf Euch!
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Kartoffelernte – Die ersten Frühkartoffeln sind da! Gemeinsam graben wir die zarten Knollen aus.

Sonntag, 18. Juni 2017

Dicke Bohnen

2 Pers. schnell, einfach, vegetarisch, vegan möglich

Zutaten
800g frische dicke Bohnen
1 Stange Porree
½ Bund glatte Petersilie fein gehackt
100 ml Sahne oder Sojasahne
1 Zehe Knoblauch
1Essl. Maisstärke
½ Teel. Salz
½ Teel. schw. Pfeffer aus der Mühle
½ Teel Bohnenkraut
½ Tasse Wasser

Zubereitung
Dicke Bohnen döppen (aus der pelzigen Schale schälen, viel Bio-Abfall, nicht die einzelnen Bohnen schälen, habe ich erlebt!)
Porree putzen und in feine Ringe schneiden, Knoblauch schälen und fein hacken.
Gepellte Bohnen und geschnittenen Porree und Knoblauch im Wasser 10-12 min kochen.(aufpassen dass das Wasser nicht ganz verdampft)
Sahne, Salz, Pfeffer Petersilie, Maisstärke und Bohnenkraut miteinander verrühren und zu den Bohnen geben, kurz aufkochen unter Rühren. Fertig

Dazu z.B. Rösti oder Bratkartoffel oder Kartoffelpüree oder Bulgur/Tomaten/Paprika/Salatgemisch.

Kartoffel-Möhren-Petersilienstampf

Schnell, sehr einfach, vegan

Zutaten
Kartoffeln und 1/3 der Kartoffelmenge Möhren, 1 Bund glatte Petersilie, Salz, Pfeffer aus der Mühle, (ggf. Sahne oder Sojasahne)

Zubereitung
Kartoffel schälen und fein würfeln, Möhren schälen und in Scheiben schneiden, Petersilie fein hacken. Kartoffel und Möhren in Wasser 10-12 min. kochen, abgießen (Wasser auffangen). Kartoffel und Möhren fein stampfen und mit einem Teil des Kochwassers (oder Milch, Sahne oder Sojasahne) auf die gewünschte Konsistenz bringen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Petersilie unterrühren. Fertig!

Dazu z.B. Spiegelei, veganes Schnitzel oder auch Bratwurst

Dienstag, 13. Juni 2017

Hofbrief: KW 24


Immer wieder hört man vom Bienensterben oder überhaupt von einem Rückgang aller Insektenpopulationen als Indikator für einen Verlust der Biotopvielfalt, sprich der kleinteiligen und vielfältigen Lebensräume in der Natur. Als wesentliche Ursache dafür wird die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft genannt. Die Ackerschläge werden immer größer und gleichförmiger, um große Maschinen effizient betreiben zu können, Wiesen fallen dem Maisanbau zum Opfer. Diverse Pestizide schließlich machen reinen Tisch auf dem Acker – zugunsten einer Ertragsmaximierung bei der angebauten Frucht wird die Vielfalt weggespritzt.
Selbstredend ist auch in der heilen Welt des Bioanbaus nicht alles Gold, was glänzt. Auch unsere Gemüsefelder sind in gewisser Weise Monokulturen, wenngleich für heutige Verhältnisse sehr kleine. Auch wir mähen unser Grünland recht früh, um den Milchschafen ein eiweißreiches, „junges Futter“ bieten zu können.
Und doch muss an dieser Stelle ein Lob auf unsere kultivierte „Unordnung“ gesungen werden. Auf den Schafwiesen wachsen nicht nur die Hochertragsgräser, sondern auch diverse Kräuter, die sich mit Sicherheit positiv auf die Gesundheit der Weidetiere auswirken. In den Gemüsebeeten bleibt – auch schon aus Zeitmangel – einiges an Beikräutern stehen. Unser Rasen ist fast nie getrimmt und es gibt in Hofnähe viele wilde Ecken – jede hat ihren eigenen Charakter und ist gewiss auch ein besonderer Lebensraum. Man kann über den Hof gehen und diese Orte aus der Perspektive der Natur betrachten; oder wie eine Imkerin, der ihre Bienen in der Phacelia arbeiten sieht. Ein sehr beruhigender Anblick.
Termine:
  • 24. Juni, 14:00 Uhr: Welche Landwirtschaft wollen wir?“ Hofbegehung in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft, Münster; Nach einleitenden Infos zum CSA-Konzept und zur Geschichte des Hofes folgen eine Hofführung, ein Imbiss mit hofeigenen Produkten (Unkostenbeitrag €8,-) und ein Referat von Roman Herre (FIAN) zur Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaft in afrikanischen Ländern; Anmeldung erwünscht.
  • 25. Juni, 14:00 Uhr: CSA-Jahresversammlung - Für das gemütliche Beisammensein in fröhlicher Runde, Plaudern, Kennenlernen und Wiedertreffen bietet die gemeinsame Tafel eine schöne Gelegenheit. Bitte bringt eine Kleinigkeit eurer Wahl für das Buffet mit. Im inhaltlichen Teil blicken wir als „Bericht vom Hof“ auf das vergangene Jahr zurück und geben einen Einblick und Ausblick in die Bereiche Bäckerei, Gärtnerei, Landwirtschaft und Käserei. Vertiefen werden wir das Thema rund um unsere Schafmilch und laden Euch zu einem Rundgang ein. Wir freuen uns auf Euch!
  • 1. Juli, 10:00 Uhr: Mitmachtag Kartoffelernte – Die ersten Frühkartoffeln sind da! Gemeinsam graben wir die zarten Knollen aus.

Dienstag, 6. Juni 2017

Hofbrief: KW 23


Auf den Gemüsefeldern wächst es jetzt rasant.
Zwischen, neben, unter und über den Gemüsepflanzen keimen, wachsen, wuchern tausende und abertausende Beikräuter. Das ist auch gut so, denn sie schützen die Bodenoberfläche vor der austrocknenden Sommersonne. Beikräuter bringen die Vielfalt auf den Acker, sind oft die einzigen Blühpflanzen weit und breit (die meisten Gemüsesorten ernten wir vor der Blüte) und bieten diversen Insekten Lebensraum und Nahrung.
Dennoch müssen wir regulierend in das Wachstum der Wildkräuter eingreifen, damit die Gemüsepflanzen sich zwischen ihren schnell wachsenden wilden Nachbarn behaupten können. Zwischen den Gemüsereihen hacken wir mit pferdegezogenen Geräten, in der Reihe ist die Handhacke angesagt. Dort aber, wo wir mit dem Hacken nicht hinterher kommen, hilft am Ende nur noch das zeitintensive Jäten, um dem Gemüse wieder ausreichend Platz zu verschaffen.
„Ist Jäten im digitalen Zeitalter noch zeitgemäß?“ - wurden wir beim Mitmachtag am vergangenen Samstag gefragt. In der Tat kann man sich die Frage stellen, ob mit moderner Technik das lästige, tagelange Herumkriechen auf dem trockenen Erdboden nicht längst der Vergangenheit angehören müsste. Auf einem spezialisierten Möhrenanbaubetrieb wird durchaus schon mit GPS-gesteuerter Traktorlenkung bei der Aussaat und Hacke wesentlich exakter gearbeitet, als wir es je könnten. Auch gegen die Unkräuter in der Reihe gibt es erste sensorgesteuerte Maschinenhacken. Diese Technik ist allerdings sehr kapitalintensiv und rentiert sich nur bei völlig anderen Betriebsgrößen. Außerdem bräuchten wir für viele der über 50 Gemüsekulturen eine spezielle Technik – das funktioniert also nur mit Spezialisierung, also einem Weniger an Vielfalt.
Beim Jäten kann man zur Ruhe kommen, mit seinen Mitstreitern plaudern, die vielen verschiedenen Wildkräuter und diverses kriechendes Getier kennenlernen. Den Boden unter den Füßen zu spüren, dem Vogelgesang lauschen – dafür muss man heutzutage woanders Geld hinlegen.
Wer kommt zum nächsten Mitmachtag „Jäten“ am 5. August?
Termine:
  • 10. Juni: ab 11:00 Uhr: Markt der Möglichkeiten auf dem Servatiiplatz, Münster im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit; Bühnenprogramm und die Themeninseln Kultur & Soziales, Wohnen, Bildung, Ökonomie, Ernährung, Umwelt & Ökologie, Mobilität und Energie; auch in diesem Jahr ist Entrup 119 mit einem Stand vertreten. Unser Hof kommt also in die Innenstadt und kann bis 18.00 Uhr geschmeckt, befragt und erlebt werden.
  • 24. Juni, 14:00 Uhr: Welche Landwirtschaft wollen wir?“ - Hofbegehung in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft, Münster; Nach einleitenden Infos zum CSA-Konzept und zur Geschichte des Hofes folgen eine Hofführung, ein Imbiss mit hofeigenen Produkten (Unkostenbeitrag €8,-) und ein Referat von Roman Herre (FIAN) zur Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaft in afrikanischen Ländern.
  • 25. Juni, 14:00 Uhr: CSA-Jahresversammlung

Hofbrief: KW 22


Ende Mai ist‘s schon. Die Rosen blühen und auch die ersten Kartoffel-, Bohnen und Zucchiniblüten wurden schon gesichtet. Das Gras, wo es nicht gemäht wurde, steht in seiner ganzen Frühlingsstärke da. Für die biologisch-dynamischen Präparate können Kamillenblüten und Brennnesseltriebe mit den ersten Blüten gesammelt werden. Dort, wo noch Feuchtigkeit im Boden verblieben ist, wächst es üppig und rasant, ansonsten macht sich die anhaltenden Frühjahrstrockenheit bemerkbar.
Die drückende Hitze macht Mensch und Tier zu schaffen. Die Schafe ruhen sich mittags an schattigen Plätzen aus und warten bereits eine Stunde vor der Zeit darauf, zum Melken reingeholt zu werden. Die Pferde dürfen die ganze Nacht auf der Weide verbringen, tags bei der Arbeit haben sie aber mit der sengenden Sonne und auch mit den aufdringlichen Fliegen zu kämpfen. Die Arbeit in Gemüsebau und Landwirtschaft wird nicht weniger und so geht es auch für uns Menschen trotz Hitze weiter. Man gewöhnt sich dran. Manchmal bringt auch ein leichter Wind oder ein kurzer Schauer etwas Erleichterung.
Termine:
  • 3. Juni, 10:00 Uhr: Mitmachtag „Jäten“, gemeinsam nehmen wir uns die Möhrenbeete vor und schaffen Platz für die langsam wachsenden Rüben zwischen allzu aufdringlichen Nachbarn; verbindliche Anmeldung bis Freitag erwünscht
  • 10. Juni: ab 10:30 Uhr: Markt der Möglichkeiten auf dem Servatiiplatz, Münster im Rahmen der Tage der Nachhaltigkeit; Bühnenprogramm und Themeninseln Kultur & Soziales, Wohnen, Bildung, Ökonomie, Ernährung, Umwelt & Ökologie, Mobilität und Energie; wir sind mit einem Stand dabei
  • 24. Juni, 14:00 Uhr: Welche Landwirtschaft wollen wir?“ - Hofbegehung in Kooperation mit der Fair Handelsgesellschaft, Münster; Nach einleitenden Infos zum CSA-Konzept und zur Geschichte des Hofes folgen eine Hofführung, ein Imbiss mit hofeigenen Produkten (Unkostenbeitrag €8,-) und ein Referat von Roman Herre (FIAN) zur Situation kleinbäuerlicher Landwirtschaft in afrikanischen Ländern.
  • 25. Juni, 14:00 Uhr: CSA-Jahresversammlung

Mittwoch, 31. Mai 2017

Grüne Wucht – die Ernteeinheit Ende Mai

Gestern Abend schlug es mir im Abholdepot mit voller Wucht entgegen: VIEL GRÜN. Diese Menge Ende Mai haute mich um.  Mit einem Lächeln im Gesicht und dem Gedanken: "Wie soll ich das alles möglichst unversehrt nach Hause transportieren?" packte ich die unempfindlichen Knollen wie Kartoffeln und Pastinaken auf den Boden meines mitgebrachten Kartons, daneben den Spitzkohl, den Porree und zwei Bund Radieschen, Salate, Stilmus, Petersilie, Rucola obendrauf. Für das Brot bringe ich immer eine Papiertüte vom Bäcker mit, für die Eier einen Eierkarton und für den Käse Aufbewahrungsdosen in zwei Größen. So klappts dann mit dem Transport. Heute steht schönes Grünzeug auf dem Speiseplan.
Die Einheit abzuholen macht einfach immer gute Laune. Vor allem nach einem langen Bürotag, an dem die Augen viel Kunstlicht und Digitales ertragen mussten, tut die geballte bunte Vielfalt aus der Natur rund um Entrup 119 richtig gut.