Dienstag, 21. März 2017

Hofbrief: KW 12


Das sonnige Wetter Mitte März hat den Ackerboden schon so gut angetrocknet, dass wir letzte Woche mit den ersten Arbeiten auf dem Feld beginnen konnten.
Die Arbeitspferde mussten ihren Winterurlaub beenden und wurden eingespannt. Wir möchten Ende des Monats mit den ersten Pflanzungen und Aussaaten im Freiland starten; bis dahin müssen aber noch einige Bearbeitungsschritte passieren:
Die winterlichen Pflugschollen werden mit Egge und Schleppe zerkleinert und der Acker eingeebnet. Einige Flächen sind ungepflügt in den Winter gegangen, was jetzt eilends nachgeholt werden muss. Wo sich der Boden durch die Winterniederschläge zu sehr gesetzt hat, lockern wir ihn mit dem Grubber wieder auf. So kann auch manches Wurzelunkraut an die Oberfläche gezogen werden und vertrocknen. Außerdem ziehen die Pferde den Miststreuer, um die besonders nährstoffbedürftigen Kohlsorten zu düngen.
Eine Besonderheit im biologisch-dynamischem Anbau sind die Präparate: Letzte Woche haben wir das selbst hergestellte Hornmistpräparat ausgebracht – zur ersten Bodenbearbeitung auf die Felder, zum Vegetationsbeginn auf die Wiesen.
Nachdem die Käserei diesen Winter dank der fleißigen Ziegen-Damen nach dem Stauden-Forster-Motto „Es wird durchgeblüht!“ den ganzen Winter über kleinere Mengen an Ziegenkäse produziert hat, steigt die Milchmenge von den Schafen jetzt wieder stetig an.
Am 12. März hatte Käserin Angela Besuch von einem Kollegen und das gemeinsame Sonntags-Käsen wurde zum Anlass genommen, den ersten Schnittkäse dieser Saison zu machen. Pünktlich zum Hoffest sollte also der erste junge Schnittkäse zum Anschnitt bereit sein.
Die Planung für unseren „Tag des Schafes“ am 14. Mai 2017 läuft gerade auf Hochtouren.
Einige Programmpunkte stehen bereits fest –
hier ein kleiner Vorgeschmack:
Zugpferde auf dem Acker, Schafsschur, Führungen durch die Gärtnerei, Wildkräuterwanderung, Wassertiere keschern, Stockbrot, Schafsruf zum Melken…
für das leibliche Wohl: Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbsgebackener Kuchen, Eis mit Entruper Milch
für die Anreise: Fahrradtour von Münster zum Hof um 10.00 Uhr von der Ecke Steinfurter Straße 104 / Gasselstiege
Wie in den Vorjahren brauchen wir auch dieses Mal Helfer, um das Fest in dieser Fülle und Vielfalt zu stemmen. Überlegt Euch bitte, ob Ihr einen der vielfältigen Helferdienste übernehmen könnt.
Wir brauchen noch Unterstützung bei Vorbereitung und Aufbau, beim Grill, dem Getränke- oder Kuchenstand, in der Spülküche oder am Ende beim Aufräumen.
Auch Kuchenspenden für das Buffet werden noch gesucht.
Um Allen einen besseren Überblick über die verschiedenen Stationen und Uhrzeiten zu ermöglichen, haben wir eine Doodle-Liste unter folgendem Link eingerichtet: http://doodle.com/poll/epkyzbtu9wrqmfmm

Sonntag, 19. März 2017

Postelein - Suppe

Postelein (Portulak)- Cremesuppe
sehr schnell, (12 min) vegetarisch auch vegan möglich durch Ersatz des Schmands mit Sojasahne, 1-2 Pers.

Zutaten
2 mittlere gekochte Kartoffeln (Reste vom Vortag)
1-2 Handvoll Postelein (Portulak)
1-2 Teel. Gemüsebrühe (Erntesegen hefefrei)
1 Essl. Schmand
1/3l Wasser
1 Zehe Knoblauch
Salz und Pfeffer aus der Mühle nach Geschmack

Zubereitung
Wasser, Gemüsebrühe, gehackten Knoblauch, aufkochen, gewaschenes Postelein zufügen 5 min zusammenfallen lassen, Schmand oder Sojasahne zugeben und mit dem Mixstab fein pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mittwoch, 15. März 2017

Hofbrief: KW 11


Langsam steigt die Milchmenge wieder an, und in der Käserei es ist jetzt and er Zeit, einiges, was wir uns im Winter überlegt haben, in die Praxis umzusetzten. Unter Anderem haben wir uns nach längerer Überlegung entschlossen, nicht mehr wie in den letzten Jahren mikrobielles Lab einzusetzen, sondern wieder mit traditionellem tierischem Lab zu käsen – für einige Zeit mit Kälberlab (bis die Flasche leer ist...), und dann mit Schaflab, das gerade eingetroffen ist.
Die verschiedene Labstoffe besitzen Enzyme, die die Milch gerinnen lassen und dadurch ermöglichen, dass die Milch „dickgelegt“ wird und so zu Käse verarbeitet werden kann.
Wie viel Lab eingesetzt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie z.B. der Käse- oder Milchart, oder davon, in welcher Laktationsperiode sich die Tiere befinden. Allerdings ist die Labmenge immer sehr gering: Wir verwenden auf 100 Liter Milch für Schnittkäse ca. 19 ml und für Frischkäse 3 ml Lab.
Mikrobielles Lab wird aus Schimmelpilzen hergestellt. Die Vorteile sind vor Allem, dass es preiswerter ist als tierisches Lab und dass es nicht tierischen Ursprungs ist.
Die Nachteile sind zahlreicher.
Offiziell ist das von uns verwendete mikrobielle Lab gentechnikfrei. Das ist aber nicht unumstritten. Der Verband für Handerwerkliche Milchverarbeitung (VHM) schreibt hierzu: „Mikrobielle Gerinnungsenzyme gelten als gentechnikfrei erzeugt, wobei dies eine Frage der Grenzziehung ist. Die für die Herstellung dieser Mikroorganismen notwendigen Nährmedien werden nahezu allesamt inzwischen durch gentechnologisch veränderte Organismen erzeugt. Die Gentechnikfreiheit gilt also nur für die letzte Herstellungsstufe.“ Da Labstoffe nicht der Kenzeichnungspflicht unterliegen, ist es insgesamt nicht wirklich nachvollziehbar, wie der Herstellungsprozess verlaufen ist.
Das tierische Lab wirkt sich zudem günstiger auf den gesamten Käsungsprozess aus. Mikrobielles Lab bildet bei einer längeren Reifung des Käses leicht Bitterstoffe. Versuche haben zudem gezeigt, dass die Reifung bei tierischem Lab generell günstiger verläuft und zu einer besseren Geschmacksentwicklung beiträgt. Auch die Ausbeute beim Käsen ist etwas höher – womit es fraglich wird, ob das mikrobielle Lab am Ende wirklich preisgünstiger ist.
Für uns waren das Gründe genug, wieder auf ein natürliches Produkt umzusteigen,vor allem da wir konsequent gentechnisch veränderte Lebensmittel vermeiden wollen.
Bei weiteren Fragen oder Anregungen wendet Ihr Euch bitte vertrauensvoll an Eure Käserin Angela.

Termine:

  • 25. März, 11 Uhr: Kräuterwanderung „Die jungen Wilden“ mit Silke Flotho-Westrup
  • 25. März, 16 Uhr: Mitgliederversammlung der Initiative Entrup 119 e.V.
  • 1. April, 10 Uhr: Mitmachtag „Kartoffeln pflanzen“

Montag, 13. März 2017

Frühlingswanderung „Die Jungen Wilden“ am 25.03. um 11 Uhr


Eine Kräuterwanderung mit Diplom-Biologin Dr. Silke Flotho-Westrup
Der Frühling hält Einzug und die Natur beginnt zu erwachen. Auf Schritt und Tritt begleiten uns die wilden Un-Kräuter – jeder sieht sie, doch wer kennt sie noch? Wer weiß noch, dass die Menschen die grünen Begleiter seit Jahrhunderten für die Heilung von Krankheiten oder zur Bereicherung in der Küche einsetzen?
Bei dieser Kräuterwanderung werden wir das Gelände des Gärtnerhofs Entrup erkunden und nach den „Jungen Wilden“ suchen. Wir nehmen uns Zeit, sie einmal von einer ganz anderen Seite zu betrachten. Wie sehen sie aus, wie riechen sie, welche kann man essen. Sie erfahren, was man beim Sammeln beachten muss und wie die Kräuter besonders für eine reinigende Frühjahrskur eingesetzt werden können.
Wenn es schon genug zu sammeln gibt, bereiten wir im Anschluss eine kleine Kostprobe zu, um die gesammelten Kräuter auch geschmacklich besser kennen zu lernen.
Da die Pflanzen gerade erst zu sprießen anfangen, findet die Wanderung entgegen der Ankündigung erst am Samstag den 25. März auch bei Regen statt.
Treffpunkt ist der Gärtnerhof Entrup 119, 48341 Altenberge um 11:00h.
Bitte feste Schuhe oder ggf. Gummistiefel mitbringen.
Es wird eine Teilnahmegebühr von 10,00 Euro pro Teilnehmer erhoben.
Verbindliche Anmeldung bei Silke Flotho-Westrup unter der Telefonnummer 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder per Email an giersch-und-co at freenet.de
Maximale Teilnehmerzahl: 15

Dienstag, 7. März 2017

"Kritischer Agrarbericht 2017" mit dem Schwerpunkt Wasser


Seit 1993 veröffentlicht das AgrarBündnis jährlich mit dem „Kritischen Agrarbericht“ eine Zusammenfassung der agrarpolitischen Debatte.
In 50 Beiträgen von Autorinnen und Autoren aus Wissenschaft und Praxis sowie aus Verbänden und Politik werden die agrar­politischen Geschehnisse im Jahr 2016 analysiert und die Weichenstellung für die Zukunft diskutiert.
Die aktuelle Stickstoffdebatte war für uns ein Anlass, den Umgang mit Wasser zum thematischen Schwerpunkt des diesjährigen Agrarberichts zu machen.
Weltweit verbraucht Landwirtschaft 70 Prozent des verfügbaren Süßwassers. Hiervon fließt ein Drittel allein in die Nutztierhaltung.
Aber Landwirtschaft ist nicht nur abhängig von ausreichend Wasser. Auch ein Zuviel an Wasser kann unsere Böden, die Grundlage allen menschlichen Lebens, unwiederbringlich zerstören. Dabei stellt sich die Situation in den Ländern des globalen Südens, wo viele unserer Futter- und Lebensmittel herkommen, allein schon aus klimatischen Gründen anders dar als bei uns. Aber auch hier, im globalen Norden, nehmen im Zuge des Klimawandels Dürren und Wetterkapriolen ebenso wie der Bewässerungsfeldbau rapide zu.
Weltweit betrachtet löst der Kampf um Wasser Kriege aus und ist eine der Ursachen für Migration und Flucht. Zugang zu sauberem Wasser ist ein vielfach missachtetes Menschenrecht.
Neben dem Schwerpunkt wurden Themen, wie die zunehmend prekäre Situation der Milchbauern, oder der anhaltende Streit um die Wiederzulassung von Glyphosat aufgegriffen. Bei all dem geht es letztlich um einen dringend erforderlichen Systemwechsel hin zu einer bäuerlich geprägten Landwirtschaft. Ausreichend gesunde Lebensmittel fair herstellen: das ist die Herausforderung der Zeit.
Sauberes Wasser, unser wichtigstes Lebensmittel, wird dann quasi zum „Nebenprodukt“ einer solchen Agrarkultur.

Das AgrarBündnis ist ein Zusammenschluss von derzeit 25 unabhängigen Organisationen aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur- und Tierschutz sowie Verbraucher- und Entwicklungspolitik mit insgesamt mehr als einer Million Einzelmitgliedern.

Hofbrief: KW 10


Am vergangenen Samstag haben acht Teilgeber einen Teil unserer Streuobstbäume geschnitten. Ausgerüstet mit Rosen- und Astscheren und kleinen Sägen sind wir auf die Bäume geklettert und haben Totholz, nach innen und ineinander wachsende Triebe und ausladende Äste geschnitten. Mit geschärftem Blick konnten wir die besonderen Wuchseigenschaften von Apfel- und Birnbaum und sogar Unterschiede einzelner Sorten erkennen. Wer lieber am Boden bleiben wollte, hat mit einer Teleskopschere den äußeren Kronenbereich ausgelichtet oder die Reste aussortierter Früchte abgesammelt.
Nach getaner Arbeit sehen die Bäume harmonischer aus und sind besser geschützt vor Pilzkrankheiten, weil der Wind im Sommer die Krone besser durchlüften kann.
Und alle Beteiligten haben gemerkt, dass die Obstbaumpflege zeitaufwendig, aber auch interessant und
entschleunigend sein kann. Wer also diese Arbeit noch kennenlernen möchte – bis Ende März können wir uns noch einmal verabreden; es gibt noch einige Bäume, die bislang ungeschoren davongekommen sind.
Hier schon mal eine Einladung zu der ersten Kräuterwanderung „Die jungen Wilden“ mit Silke Flotho-Westrup.
Der Frühling hält Einzug und die Natur beginnt zu erwachen. Auf Schritt und Tritt begleiten uns die wilden Un-Kräuter – jeder sieht sie, doch wer kennt sie noch? Wer weiß noch, dass die Menschen die grünen Begleiter seit Jahrhunderten für die Heilung von Krankheiten oder zur Bereicherung in der Küche einsetzen?
Bei dieser Kräuterwanderung werden wir das Gelände des Gärtnerhofs Entrup erkunden und nach den „Jungen Wilden“ suchen. Wir nehmen uns Zeit, sie einmal von einer ganz anderen Seite zu betrachten. Wie sehen sie aus, wie riechen sie, welche kann man essen. Sie erfahren, was man beim Sammeln beachten muss und wie die Kräuter besonders für eine reinigende Frühjahrskur eingesetzt werden können.
Wenn es schon genug zu sammeln gibt, bereiten wir im Anschluss eine kleine Kostprobe zu, um die gesammelten Kräuter auch geschmacklich besser kennen zu lernen.
Da die Pflanzen gerade erst zu sprießen anfangen, findet die Wanderung entgegen der Ankündigung erst am Samstag den 25. März auch bei Regen statt.
Treffpunkt ist
am Hof um 11:00h.
Bitte feste Schuhe oder ggf. Gummistiefel mitbringen.
Es wird eine Teilnahmegebühr von 10,00 Euro pro Teilnehmer erhoben.
Verbindliche Anmeldung bei Silke unter der Telefonnummer 0176-54274469 (Anruf oder SMS mit Kontaktdaten) oder per Email an giersch-und-co -at- freenet.de Maximale Teilnehmerzahl: 15

Freitag, 3. März 2017

Steckrueben-Lupinen-Suppe


Schnell, einfach und doch so lecker! Die vegane Steckrübensuppe bekommt das Eiweiß durch Lupinenschrot.



Steckrueben-Lupinen-Suppe



2 Portionen, vegan

1 Steckrübe (400 g)
2 Zwiebeln
100 g Lupinenschrot
½ l Gemüsebrühe
200 ml Sojasahne
Salz, frischer Pfeffer, Garam Marsala


Die Steckrübe schälen und in kleine Stücke zerteilen.

Die Zwiebeln schälen, würfeln und mit dem Lupinenschrot in Öl anrösten.
Mit der Gemüsebrühe ablöschen, die Steckrübenwürfel hinzugeben und 10-20 Minuten köcheln lassen bis die Steckrübe gar ist. Die Sojasahne hinzufügen und mit den Gewürzen abschmecken.

Wer keine Garam Marsala Gewürzmischung hat, kann auch mit den Zwiebeln eine Knoblauchzehe dazu nehmen, eine Nelke mitkochen und mit Koriander, Kreuzkümmel und etwas Zimt abschmecken.