Donnerstag, 22. Februar 2018

Hofbrief: KW 8


Auch bei uns macht sich der Treibhauseffekt bemerkbar – es ist jetzt spürbar länger hell und die Sonne klettert an diesen schönen Spätwintertagen schon recht hoch über den Wald und die Hecken. Während es nachts noch friert, wärmen sich unsere Gewächshäuser unter den Sonnenstrahlen auf bis zu 15°C auf.
Es ist Zeit für die ersten Frühjahrspflanzungen: Die ersten freien Beete werden mit Salaten und Kohlrabi, Schnittsalat und Fenchel sowie Spitzkohl bepflanzt, auch für ein kleines Beet Radieschen fand sich noch Platz. Im Frühbeet sind die Schnittlauchballen von letztem Sommer eingeschlagen. An sonnigen Tagen wird es dort Dank der Pferdemist-Fußbodenheizung richtig warm, sodass der Schnittlauch schon viele junge Triebe ausbildet.
Bis zur ersten Ernte müssen wir uns aber noch eine ganze Weile gedulden. Denn noch ist es ja Winter.
Termine:
  • Samstag, 24. Februar, 18.30 bis 22 Uhr:
    Hofkäse-Schule An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein. – 35€, Anmeldung erforderlich
  • Samstag, 3. März, 10 bis 13 Uhr:
    Mitmachtag „Obstbaumschnitt/Obstbaumpflanzung“ – Botanisches, Werkzeugkunde, Arbeitssicherheit, Praxis – Anmeldung erleichtert die Planung

Donnerstag, 15. Februar 2018

Hofbrief: KW 7


Der eine oder andere Sonnentag hat schon warme Stunden gebracht und doch hat der Winter noch die Oberhand. Obwohl auch wir die warmen Tage schon sehnlichst erwarten, können wir dem Frost etwas Gutes abgewinnen. Die Felder und Wiesen erholen sich spürbar. Der Ackerboden krümelt schön zur ersten Bestellung im März. Die Arbeit beim Heckenschnitt, bei der Brennholzwerbung oder beim Streuen von Kompost geht bei frostigem Wetter leichter von der Hand.
Am Wochenende fand die Frühjahrstagung des Netzwerks „Solidarische Landwirtschaft“ statt. Fast 100 Gärtner und Landwirte sowie Mitglieder von SoLaWi-/CSA-Höfen trafen sich zum Austausch.
Fachlich gab es inspirierende Workshops zu den Themen „Hohe Erträge auf kleinster Anbaufläche“, „Wertschätzung, Löhne und Arbeitseffizienz“, „Öffentlichkeitsarbeit“, „Mitarbeit von Mitgliedern“ und „Organisation eines Teilzeitteams im Gemüsebau“.
Bei vielfältiger Gelegenheit zum Kennenlernen und Gespräch entstand ein facettenreiches Bild von den vielen verschiedenen Höfen in Deutschland und der Schweiz – so konnte auch die eine oder andere Idee für den Arbeitsalltag mit nach Hause genommen werden.
Termine:
  • Fr., 16. Februar, 19.30-21.30Uhr:
    Wir wiederholen an diesem Filmabend: Der Bauer mit den Regenwürmern“Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern im Schnitt 16 Regenwürmer pro qm finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Sie berücksichtigen die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer: Ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus – bis zu 2cm pro Jahr – und 2m tiefe Regenwurmröhren, die pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser im Boden speichern können. Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften die Brauns weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.
    Und im Anschluss: Andeer ist anders“ 20 Jahre lang ist Martin Bienerth als Hirte auf die Alp gegangen. Es war immer mehr als nur ein Job. Es war Arbeit, Kultur, Nähe zum Leben und zum Tod.
    Dann hat er seine Vision von wirklich gutem Bio-Käse von glücklichen Kühen umgesetzt.
    Zusammen mit seiner Frau betreibt er im schweizerischen Andeer eine Sennerei, um zu verhindern, das die Milch der ortsansässigen Bauern und damit die Arbeit und das Kapital ins Unterland fließen und ein Stück Leben mehr aus den Bergen verschwindet. Seine Philosophie, dass Kühe mit Hörnern nicht nur glücklicher sind, sondern auch bessere Milch geben, zeigt sich in den zahlreichen Auszeichnungen für seinen Käse. Eintritt frei
  • Di., 20. Februar sowie Sa., 24. Februar, jeweils 18.30-22.00Uhr:
    Hofkäse-Schule An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein. – 35€ je Abend, Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 8. Februar 2018

Hofbrief: KW 6


Jetzt ist der von uns langersehnte Frost endlich da und mit ihm auch Sonnenschein und Himmelblau. Am Pferdestall friert die Tränke ein und am Waschplatz der Wasserhahn. Die Feldsalaternte im Gewächshaus muss gut geplant sein, um die wenigen frostfreien Stunden zur Mittagszeit zu nutzen – gefroren geerntet fällt der Wintersalat in der Küche in sich zusammen, während zum Beispiel Grün- oder Rosenkohl bei Frost sehr angenehm zu ernten sind und unbeschadet auftauen.
Auf den Wegen ist der Schlamm steif gefroren und auch die Felder und Wiesen können jetzt vom Pferdewagen befahren werden. Kompost streuen wir unter die Obstbäume und auf Grünlandflächen, auf dem Gemüseacker wird vor den anspruchsvollen Kohlgewächsen gekalkt und Rottemist ausgebracht.
Im Februar nehmen wir Abschied von FÖJlerin Karlotta, die jetzt anderthalb Jahre bei uns war, und von Midiya, die ihre Ausbildung im dritten Lehrjahr in einer Gärtnerei in Schleswig-Holstein fortsetzen wird.
Termine:
  • Fr., 16. Februar, 19.30-21.30Uhr: Wir wiederholen an diesem Filmabend:
    Der Bauer mit den Regenwürmern“Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern im Schnitt 16 Regenwürmer pro qm finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun ungefähr die 25-fache Menge. Sie berücksichtigen die Lebensbedingungen der fleißigen Helfer: Ihre „Wohnungen“ werden nicht durch schwere Maschinen platt gewalzt und eine eigens gesäte Kleekräutermischung dient als Winterfutter. Regenwurmkot liefert wertvollen Humus – bis zu 2cm pro Jahr – und 2m tiefe Regenwurmröhren, die pro Stunde bis zu 150 Liter Wasser im Boden speichern können. Durch die erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften die Brauns weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.
    Und im Anschluss: Andeer ist anders“ 20 Jahre lang ist Martin Bienerth als Hirte auf die Alp gegangen. Es war immer mehr als nur ein Job. Es war Arbeit, Kultur, Nähe zum Leben und zum Tod.
    Dann hat er seine Vision von wirklich gutem Bio-Käse von glücklichen Kühen umgesetzt.
    Zusammen mit seiner Frau betreibt er im schweizerischen Andeer eine Sennerei, um zu verhindern, das die Milch der ortsansässigen Bauern und damit die Arbeit und das Kapital ins Unterland fließen und ein Stück Leben mehr aus den Bergen verschwindet. Seine Philosophie, dass Kühe mit Hörnern nicht nur glücklicher sind, sondern auch bessere Milch geben, zeigt sich in den zahlreichen Auszeichnungen für seinen Käse. Eintritt frei
  • Di., 20. Februar sowie Sa., 24. Februar, jeweils 18.30-22.00Uhr:
    Hofkäse-Schule An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein. – 35€ je Abend, Anmeldung erforderlich

Sonntag, 4. Februar 2018

Lauwarmer Pastinaken-Hirschhornwegerich-Salat

Vielleicht hat sich der ein, oder die andere gefragt, was er mit dem Hirschhornwegerich machen soll, den wir diese Woche in unserer Ernteeinheit hatten. Natürlich kann man ihn klassisch als Salat mit z.B. geraspelten Möhren anrichten, oder anstelle von Rucola über Nudeln mit Tomatensoße geben. Man kann aber auch mal was neues ausprobieren, was ich heute getan habe :-)


Lauwarmer Pastinaken-Hirschhornwegerich-Salat


2 Portionen

100 g Hirschhornwegerich
1-2 Pastinaken
etwas Olivenöl
12 Olivenöl
100 g Feto Paprika

Senf-Limetten-Vinaigrette
3 TL Senf
4 EL Limettensaft
6 EL Olivenöl
4 EL Balsamico
3 EL Agavensirup
2 TL Salz
Pfeffer

- Für die Vinaigrette alle Zutaten in ein gut verschließbares Gefäß geben und gut durch schütteln.

- Hirschhornwegerich waschen und gut abtropfen lassen.

- Feto in kleine Würfel schneiden.

- Die Pastinaken schälen, mit dem Sparschäler in feine Streifen hobeln und in etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten.

- Hirschhornwegerich und Pastinaken auf 2 Teller anrichten, Oliven und Feto drüber streuen und die Vinaigrette über den Salat geben.

Dienstag, 30. Januar 2018

Einladung zur Hofkäseschule


Dienstag, 20. Februar 2018 und
Samstag, 24. Februar 2018,

jeweils von 18:30 Uhr – 22:00 Uhr
An kleinen Kesseln verarbeiten die Teilnehmer unter fachkundiger Anleitung hofeigene Schafsmilch. Der selbst hergestellte Weichkäse darf anschließend mit nach Hause genommen werden. Dazu gibt es ein Käsebuffet mit hofeigenen Spezialitäten und ein gutes Glas Wein.
Teilnahmebeitrag 35€, Anmeldung erbeten!
Bericht einer Teilnehmerin aus dem letzten Jahr:
Ich hatte mich mit meiner Tochter Emilia zur Hofkäseschule angemeldet, weil ich schon sehr gespannt war, wie ich selber Käse herstellen kann.
Im Hofcafe hatte Angela schon auf Tischen für jeweils zwei Käser/innen einen kleinen Käsekessel und Utensilien hingelegt. In den Käsekessel passten ca. 3 l Schafsmilch. Nachdem wir die Milch auf ca. 32 Grad erhitzt hatten und mit einem Thermometer die Temperatur kontrollierten, wurde eine kleine Menge Lab hineingegeben und langsam eingerührt. Dann mußte die Schafsmilch gerinnen. Nun hatten wir 50 Minute Zeit und ließen die Milch in Ruhe.
Ein Quiz verkürzte uns die Zeit. Gar nicht einfach, die Fragen:
  • Wie alt ist der älteste Nachweis zur Käseherstellung?
  • Wie ist die Sternenansammlung „Milchstraße“ entstanden?
  • Die Schafe auf Entrup 119 sind Ostfriesische Milchschafe, woran kann man diese Rasse gut erkennen?
  • Wieviel Liter Milch braucht man für ein kg Schnittkäse?
Nach der Pause wurde die gestockte Milch geschnitten und gewendet und in Herzformen gefüllt. Vorher durften wir noch nach Belieben Kräuter und Kapuzinerkresseblüten auf den Boden legen. Die Molke floss in ein Behälter mit Sieb ab und nach einigem Wenden hatten wir unseren ersten, selbstgemachten Weichkäsetaler in Herzform wortwörtlich in der Hand.
Ein tolles Gefühl, ein bißchen in die Käseherstellung eingeführt worden zu sein und nun die Vorgänge besser zu verstehen. Vielen Dank Angela!
Es gibt sogar eine Milch- und Käsestraße in Nordrhein-Westfalen. Für Interessierte kann man sich unter www.hofkaese.de oder www.hofmolkereiprodukte.de informieren.
Karen Ebrecht aus Billerbeck

Hofbrief: KW 5


Etwas heller ist es ja schon wieder, die Sonne steht morgens früher auf und lässt uns abends etwas mehr Zeit für die Arbeit draußen. Wenn dann noch etwas Sonnenschein dabei ist oder wie in der letzten Woche die Temperaturen in den zweistelligen Bereich klettern, kommt Vorfreude auf den Frühling auf. Noch hatte der Winter aber nicht einmal Halbzeit; mit der einen oder anderen Frostperiode ist (hoffentlich) noch zu rechnen.
Termine:
  • Sa., 3. Februar, 10 bis 13 Uhr: Mitmachtag „Heckenpflege“ Unsere hofnahen Grünlandflächen sind umfriedet durch mehrere Hecken aus gebietstypischen Gehölzen. Diese bilden um die einzelnen Wiesen eine natürliche Einzäunung, bremsen den Wind und schützen somit im Sommer vor Austrocknung und im Winter vor der Eiseskälte. Sie sind wichtige Lebensräume für Insekten und Vögel und bringen Vielfalt in die Agrarlandschaft. Beim Spaziergang über Felder und Wiesen freut sich das Auge im Frühjahr über die Blüte und im Herbst über die verschiedenen Schattierungen von Gelb und Rot.
    Hecken fördern die Vielfalt in der Natur, sind aber menschengemacht, was man an ihrer Geradlinigkeit erkennen kann. Wir verjüngen abschnittweise die Strauch- und Baumreihen, um eine möglichst große Strukturvielfalt zu erreichen. Außerdem stutzen wir sie in der Breite, weil die Wiesen mehr und mehr verbuschen würden.
    Lasst uns also am Samstag gemeinsam die Säge schwingen und das Strauchwerk
    ein wenig aufräumen. Das abgesägte Starkholz wird zu Brennholz für Hof und Käserei, das Kronenholz kommt dem Osterfeuer zugute.
    Wir bitten um Anmeldung.

Samstag, 27. Januar 2018

Grünkohl Gremolata mit Linsen-Kokos-Suppe


Ob wir dieses Jahr nochmal Grünkohl bekommen? Laut Voraussagen soll es ja wieder kälter werden, d.h. die Hoffnung besteht. Und da passt eine wärmende Suppe natürlich hervorragend.



Grünkohl Gremolata mit Linsen-Kokos-Suppe

4 Portionen

Grünkohl Gremolata:
350 g Grünkohl
4 EL Rapsöl
2 Knoblauchzehen
1 EL Senföl
Saft ½ Zitrone

Für die Suppe:
1 große Zwiebel
250 g rote Linsen
20 g Kokosraspeln
2 TL Kokosfett
1 TL Koriandersamen
½ TL Senfsamen
2 TL Kurkuma
½ TL Paprika scharf
1 l Gemüsebrühe
1 Lorbeerblatt
Salz, Pfeffer


Die Zwiebel schälen, würfeln und mit den Gewürzen (bis auf das Lorbeerblatt) in einem großen Topf im Kokosfett anschwitzen. Mit Gemüsebrühe ablöschen, das Lorbeerblatt, Linsen und Kokosraspeln hinzu geben und bei mittlerer Hitze ca. 30 Minuten köcheln lassen bis die Linsen gar sind.
Das Lorbeerblatt zum Schluß heraus nehmen und die Suppe abschmecken.

In der Zwischenzeit die Grünkohlblätter vom Stiel zupfen, waschen und sehr klein schneiden oder haken. Man kann alternativ auch später einen Stabmixer nehmen, macht aber mehr Arbeit und Dreck. Die Knoblauchzehen schälen, fein würfeln und kurz in Rapsöl anschwitzen. Grünkohl hinzu fügen und bei mittlerer Hitze weich werden lassen. Häufig um rühren, da wenig Flüssigkeit da ist und der Kohl von unten gar wird. Zum Schluß noch das Senföl und den Zitronensaft unterrühren und 5 Minuten zu Ende garen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.