Donnerstag, 17. Mai 2018

Hofbrief: KW 20


Am Sonntag haben wir mit vielen Besuchern unser großes Hoffest, den „Tag des Schafes“ gefeiert. Petrus war uns freundlich gesinnt; es war deutlich wärmer, als Anfang der Woche angekündigt, und anstatt Dauerregen kam der erste Schauer erst nachmittags um halb Vier. So gab es gute Stimmung bei Groß und Klein, viele interessierte Nachfragen bei den Gärtnereiführungen und der Schafschur und neugierige Enrdecker bei der Hofrally. Besonders beliebt war der Flitzebogenbau: Auch die Pfeile wurden selbst geschnitzt und dann auf einen großen runden Heuballen abgeschossen. Der Holzofen Marke Eigenbau überzeugte im Dauereinsatz mit der leckersten Pizza.
Ohne die Mithilfe von vielen Mitgliedern und Freunden an diversen Stationen oder auch im Hintergrund wäre ein Fest in diesem Ausmaß nicht möglich gewesen – herzlichen Dank Euch Allen dafür!
Nach den Eisheiligen“ (11. bis 15. Mai) pflanzen wir endlich die wärmeliebenden Zucchini und Kürbisse, Sellerie, Zuckermais sowie die Buschbohnen. Auch die Sommergemüse in unseren unbeheizten Folientunneln – Tomaten, Gurken, Auberginen und Paprika – fühlen sich deutlich wohler, wenn es nachts nicht so stark abkühlt, und wachsen rasant.
Termine:
  • Mi., 30. Mai, 17-20 Uhr:
    „Unter dem Hollerbusch“ Holunderseminar mit Kräuterspaziergang und Zubereitung von Holunder-Leckereien mit Silke Flotho-Westrup, max. 15 Teilnehmer, 25 €, Anmeldung über info@gierschundco.de

Donnerstag, 10. Mai 2018

Hofbrief: KW 19


Anfang Mai, höchstwahrscheinlich keine Nachtfröste mehr zu erwarten, und der Frühling zeigt sich wieder von seiner warmen Seite. Die letzten Bäume entfalten ihr Laubkleid und das Gras auf den Wiesen wächst und wächst.
Die sommerlichen Temperaturen am Wochenende haben wir genutzt, um das erste Heu zu mähen. Der frühe erste Schnitt erzeugt eine für Milchschafe besonders geeignete Futterqualität. Die relativ geringe Erntemenge wird durch höhere Erträge beim zweiten Schnitt kompensiert.
Unter dem wolkenlosen Himmel und im warmen Wind ist das Futter innerhalb von
wenigen Tagen soweit getrocknet, dass wir es einfahren konnten. In die Boxen der Heutrocknungsanlage auf dem Dachboden gelangt das Mähgut aus dem Ladewagen über ein Dosiergerät und ein Heugebläse.
Auf dem Hof duftet es wieder herrlich, wenn das Futter mit der warmen Luft, die sich unter den Dachziegeln sammelt, nachgetrocknet wird.
Die neuen Lämmer gehen mittlerweile den halben Tag auf die Weide, bewegen sich nach Herzenslust und lernen die frischen Gräser und Kräuter kennen. Auch an den Stromzaun müssen sie sich erst gewöhnen.
In den Gewächshäusern werden die Frühjahrskulturen nach und nach erntereif und machen Platz für die allseits beliebten Gurken, Tomaten und Paprika. Auf den Feldern füllen sich die Beete mit der ganzen Gemüsevielfalt und auch die Gründüngungspflanzen kommen langsam zum Vorschein.
Termine:
  • Sa., 12. Mai, 10-13 Uhr:
    MitmachtagVorbereitung für den „Tag des Schafes“ (s.u.)
    spontan vorbeikommen und mithelfen – Aufgabenliste wird ausgehängt
  • So., 13. Mai, 11-17 Uhr:
    Tag des Schafes – unser alljährliches Hoffest mit buntem Programm für Groß und Klein:
    • Pferdestärken auf Entrup
    • der Weg der Wolle
    • Führungen durch die Gärtnerei
    • Wildkräuterwanderungen
    • Flitzebogenbau
    • Stockbrot am Lagerfeuer
    • Schafsruf zum Melken
    • live-Musik: „Tangueres“ argentinischer Tango zum Tanzen und Zuhören
    • Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbstgebackener Kuchen, Eis mit Entruper Milch

Freitag, 4. Mai 2018

Voll grün! Die erste Maiernte

Dieser frische Grünzeugberg war mal wieder eine spannende Herausforderung und machte dem guten Ruf der Soldarischen Landwirtschaft alle Ehre. Diese erste Maiernte 2018 galt es erst einmal gut zu versorgen. Wir konnten schließlich nicht alles auf einmal essen: Pflücksalat, Spinat, Hirschhornwegerich und Stielmus sollte dennoch relativ zügig verarbeitet werden. Das Blattgemüse und den Salat habe ich erst einmal in etwas angefeuchtete Küchentücher gewickelt und ins Kühlschrank-Gemüsefach gelegt. So überlebt das Frischzeug, bis ich das Ganze innerhalb von drei Tagen in Salaten, Eintöpfen und Quiches verarbeitet habe.
Das Brot war schon am Abend verputzt, Frozen-Früchte-Joghurt war für die Kinder der Hit und auf den Camembert freue ich mich heute.
Immer wieder spannend-schön, die Entrup119-Überraschungen!



Mittwoch, 2. Mai 2018

"Zeit für Utopien" - ein Film über die vielversprechenden Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation

Pressetext:
Filmtipp:
ab Do., 3. Mai, 20:15 Uhr im Cinema Münster und auch anderswo

Anhand von hoffnungsvollen Beispielen zeigt ZEIT FÜR UTOPIEN die vielversprechenden Möglichkeiten von Solidarität und Kooperation
Nachhaltigkeit ist das Schlagwort unserer Zeit. Wenn man das Wort ernst nimmt, steht es für Umdenken und Handeln – weg von der Geiz-ist-geil-Mentalität, weg von der Wegwerfgesellschaft und der Profitmaximierung. ZEIT FÜR UTOPIEN zeigt lebensbejahende, positive Beispiele, wie wir mit Ideen und Gemeinschaftssinn viel erreichen können. Porträtiert werden keine AussteigerInnen, sondern EinsteigerInnen in eine neue Gesellschaft.
„Ich wollte nicht mehr Teil des Problems sein, sondern Teil der Lösung werden“, erzählt Petra Wähning von ihrem Entschluss, ein Projekt der „Solidarischen Landwirtschaft“ zu starten. Statt ihr Geld im Supermarkt zu lassen, investieren 300 KonsumentInnen direkt in einen landwirtschaftlichen Betrieb und werden dafür von diesem mit Lebensmitteln versorgt. Aber lassen sich mit Modellen, die im Kleinen funktionieren, auch große Städte versorgen? Auf jeden Fall! Petra Wähning entdeckt in Südkorea die Genossenschaft ‚Hansalim’, die 1,5 Millionen Menschen ausschließlich mit regionaler, frischer Biokost versorgen.
Das Züricher Wohnprojekt ‚Kalkbreite’ liefert ein Beispiel für urbanes Wohnen, das mit einem Bruchteil jener Energiemenge möglich, wie sie derzeit durchschnittlich pro Kopf verbraucht wird.
Laura Gerritsen, Produktmanagerin von ‚Fairphone’, macht sich auf den Weg zu den Kobalt-Minen im Kongo, wo sie sich für faire Produktionsbedingungen engagiert. Es sei ihr ein großes Anliegen, dass ökologische und soziale Aspekte auch bei anderen Konzernen an Bedeutung gewinnen.
Die Genossenschaft Scop-Ti, eine ehemals dem Großkonzern Unilever gehörende Teefabrik, funktioniert nun sehr gut in Selbstverwaltung. Die Belegschaft widersetzte sich der Schließung, belegte die Fabrik und übernahm schließlich nach einem 1336 Tagen andauernden Kampf die Fabrik.

Link: http://www.zeit-fuer-utopien.com/

Dienstag, 1. Mai 2018

Hofbrief: KW 18


Die Planung für unseren „Tag des Schafes“ am 13. Mai 2018 geht in die finale Phase.
Für die Vorbereitung und Durchführung haben sich bereits ganz viele Menschen unter http://www.moreganize.ch/b9wWkrLYBjq als freiwillige Helfer eingetragen. Vielen Dank dafür!
Einige Stände und Stationen sind jedoch noch nicht ausreichend besetzt – überlegt Euch deshalb bitte, ob Ihr (noch) einen der vielfältigen Helferdienste übernehmen könnt. Insbesodere fehlen noch Suppenservierer, Grillchefinnen und Spülmeister.
Außerdem suchen wir noch einige Spenden für einen köstlichen und bunten Kuchenstand bitte über die Liste (http://www.moreganize.ch/btQ02swGQNx) ankündigen.
Der Erlös des Hoffestes kommt wie immer der Initiative Entrup 119 e.V. und somit Kauf und Instandhaltung des Hofes zugute. Mithelfen und mitfeiern lohnt sich also doppelt!
Zur Vorfreude ein Auszug aus dem Programm:
  • Pferdestärken auf Entrup
  • der Weg der Wolle
  • Führungen durch die Gärtnerei
  • Wildkräuterwanderungen
  • Flitzebogenbau
  • Stockbrot am Lagerfeuer
  • Schafsruf zum Melken
  • live-Musik: „Tangueres“ argentinischer Tango zum Tanzen und Zuhören
  • Spezialitäten vom Hofgrill, Kaffee und selbstgebackener Kuchen, Eis mit Entruper Milch
Termine:
  • Sa., 5. Mai, 10-13 Uhr:
    Mitmachtag – wir räumen den Hof auf für den „Tag des Schafes“ (s.u.)
    Technikbegeisterte können Brennholz spalten. Bewegung an der frischen Luft gibt es beim Wegräumen von Kopfweidenabschnitten. Blumenfreunde können sich um die Beete kümmern: hacken, bepflanzen, Kompost streuen. Viel zu tun – wir freuen uns auf
    zahlreiche Anmeldungen über folgenden Link: http://www.moreganize.ch/b2BUmEfldSZ
  • So., 13. Mai, 11-17 Uhr:
    Tag des Schafes – unser alljährliches Hoffest mit buntem Programm für Groß und Klein (s.o.)

Donnerstag, 26. April 2018

Hofbrief: KW 17


Die Unbeständigkeit des Aprilwetters lässt immer wieder staunen; nach der fast schon sommerlichen Hitze letzte Woche müssen jetzt doch wieder die warmen Jacken hervorgeholt werden.
Die frisch gepflanzten Gemüsekulturen auf den Feldern schützen wir mit weißem PP-Vlies vor den kalten Temperaturen – auch in der Hoffnung auf eine frühere Ernte der allseits sehnsüchtig erwarteten Frühlingsgemüse.
Außerdem steht Ende April
in den Gewächshäusern ein Kulturwechsel an: An Stelle von Salaten, Stielmus und Spinat wollen wir Tomaten, Paprika, Gurken und Auberginen pflanzen – allesamt sind sie sehr wärmeliebend und kommen mit den kühlen Nächten im unbeheizten Folientunnel gerade so zurecht. Trotzdem pflanzen wir möglichst früh, um auch möglichst früh ernten zu können.
Nach dem vergangenen Winter, der diesmal recht feucht ausgefallen ist, sind die Böden noch gut mit Wasser bevorratet. An den heißen Tagen hat die Sonne sie gut erwärmt. Besonders die Wiesen erstrahlen in einem wunderschönen satten Grün. Das Gras wächst üppig und die Schafe und Pferde freuen sich wieder auf den Weidegang.

Donnerstag, 19. April 2018

Bericht von der vogelkundlichen Führung am vergangenen Samstag

(ein Beitrag von Karen)

Gespannt lauschte unsere kleine Gruppe Manuela Liebolds Einführung in die Vogelkunde.
Wir blieben erstmal auf dem Hof stehen und schauten uns um, ob wir mit bloßem Auge den ein oder anderen Vogel entdecken konnten. Da Vögel es eigentlich ruhig mögen, sahen wir nicht allzu viele.
Wir schätzten einfach mal so, wieviel Vögelarten wir auf unserem Rundgang wohl sehen würden. Die Schätzungen lagen zwischen 10 und 20 Arten.
Wir wanderten bei sonnigem Wetter, möglichst still los und blieben immer mal wieder stehen, suchten erst mit den Augen und danach mit unseren Ferngläsern die Hecken und Bäume ab. Wir hörten viele verschiedene Vogelstimmen, die wir nicht immer gleich einordnen konnten, doch Manuela mit ihrem geschulten Gehör konnte so manchen Laut sofort zuordnen.
Es zählten für uns allerdings nur die gesehenen Vögel, daher wäre sonst die Anzahl noch höher ausgefallen. Ingesamt haben wir in den gut zwei Stunden 27 Vogelarten ausfindig machen können: Buchfink, Ringeltaube, Kleiber, Rauchschwalbe, Haussperling, Teichhuhn, Kanadagans und Nilgans, Amsel, Zilpzalp, Stockente, Bachstelze, Rabenkähe, Dohle, Elster, Sumpfmeise, Blaumeise, Kohlmeise und den Star. Mich haben besonders beeindruckt: Goldammer, Mönchsgrasmücke und der Rotmilan.
Als wir uns in der beginnenden Abenddämmerung wieder dem Hof näherten, hatten wir den Eindruck, noch mehr Vögel ausmachen zu können. Und tatsächlich, es zeigten sich noch Jagdfasan, Gartenbaumläufer, Singdrossel, Feldsperling und Zaunkönig.
Ich fuhr zufrieden und mit neuem Wissen über unsere Vogelwelt nach Hause. Gleich heute morgen habe ich viele, verschiedene Vogelstimmen in unserem Garten und Umgebung ausmachen können und freute mich sehr duch die Führung darauf aufmerksam gemacht worden zu sein!
(ein Beitrag von Karen)