Sonntag, 19. Februar 2017

Pastinaken-Cremesuppe

sehr schnell, vegetarisch auch vegan möglich (Sahne ersetzen)

Zutaten: 2 mittelgroße Pastinaken , 700ml Wasser, ½ Essl. Gemüsebrühe ( Erntesegen hefefrei), 100ml Sahne, Pfeffer schwarz aus der Mühle, Salz, 2 Stängel Petersilie
Zubereitung: Pastinaken schälen und in ca 2-3 cm große Würfel zerschneiden, mit dem Wasser und der Gemüsebrühe ca. 8 min kochen, Sahne zufügen und mit dem Pürierstab fein aufrühren. Ggf. mit Salz und Pfeffer nach Geschmack nachwürzen, Petersilie klein hacken und nach dem Servieren drüberstreuen.

Dienstag, 14. Februar 2017

Hofbrief: KW 7


Liebe Freunde von Entrup119!

Der Termin für unseren „Tag des Schafes“ steht fest:
14. Mai 2017
Inzwischen hat sich ein kleines Organisationsteam zusammengefunden. Unser Plan ist, dass wir dieses Jahr unser Projekt Entrup119 mit seinen Mitgliedern etwas mehr in den Mittelpunkt stellen.
Dass heißt nicht nur, dass wir mehr aus eigener Produktion anbieten wollen, sondern auch dass Ihr als Träger des Hofes eingeladen seid, Euch und das was Ihr gerne macht mit darzustellen oder anzubieten.
Das könnten z.B. Kurzvorträge, Workshops, Musik oder kleine Theateraufführungen sein, gerne auch Ideen zur Bereicherung des Kinderprogramms. Es können aber auch selbst gemachte Dinge, ein besonderes Handwerk oder Bastelaktionen angeboten werden.
Wer eine Hofführung anbieten möchte ist auch hierzu herzlich eingeladen. So können Mitglieder ihre liebsten Plätze auf dem Hof präsentieren und zeigen, was sie am meisten beeindruckt hat. Auch wenn man nicht alle Fachkenntnis hat: Landwirtschaftliche Fragen kann man später noch klären. So könnten diese Führungen interessierten Menschen zeigen, was Ihr am Hof besonders schätzt.
Bitte überlegt Euch, ob Ihr mitmachen wollt. Es muss auch nicht Jeder den ganzen Tag dabei sein.
Und natürlich - auch dieses Jahr wären Kuchenspenden toll
Bitte meldet Euch bis Mitte März per eMail an mail -at- entrup119.de. Wir koordinieren dann die Plätze und können so rechtzeitig die Plakate drucken.

Sonntag, 12. Februar 2017

Wie war das Entruper Bienenjahr 2016?

Barbara und Tina berichten:

Die Jahreszeitenuhr dreht sich unaufhaltsam weiter. Wir haben nun schon Februar, draußen liegt Schnee, die Temperaturen sind frostig. Die Bienen ziehen sich im Winter zu einer Traube zusammen, sodass im Inneren eine konstante Temperatur von 20-22 ºC gehalten werden kann. „Heizerbienen“ haben alle Flügel voll zu tun. Im Leerlauf, durch Muskelzittern der Flugmuskulatur erwärmt sich der Brustabschnitt und dient als Wärmequelle.

Wir blicken auf ein entspanntes, lehrreiches Bienenjahr. An dem Bienenstand hinter dem neuen Folientunnel haben wir zwei Völker über das Jahr hin betreut. Emsig haben die Arbeiterinnen Blüten bestäubt, Nektar und Pollen gesammelt und die beiden Königinnen unermüdlich für Nachkommen gesorgt. Es ist immer wieder faszinierend das Treiben am Flugloch zu beobachten. „Wächterbienen“ halten die Stellung und stürzen sich auf Alles, was nicht den eigenen Stockgeruch hat. Bienen mit dicken Pollenhöschen setzen zur Landung an; junge Flugbienen drehen den ersten Orientierungsflug. Jedes Volk und jede Zeit hat seine ganz eigene Stimmung.
junge Honigbiene schlüpft
                                                                                 
Wir haben 2016 weiterhin mit unserem Wachskreislauf experimentiert. Es wird empfohlen, vorgefertigte Wachstreifen als Orientierungshilfe anzubringen. Unser Ziel ist es jedoch, einen komplett eigenen Wachskreislauf zu schaffen und so haben wir mit völlig leeren Rähmchen gearbeitet. Fazit: Die Bienen haben ordentliche, wunderschöne helle Waben gebaut, in denen sie nach der Herbstdurchsicht ca. 19 kg Honig gelagert haben.
Aus einer Wabe haben wir erstmalig ein Kilo duftenden Honig geerntet und die goldgelb gefüllten Gläser der Hofgemeinschaft geschenkt.
In der konventionellen Imkerei würde einem Volk 30 kg oder mehr Honig entnommen. Wir bemühen uns, durch Beobachten und fachlichem Austausch, um weitere Schritte hin zu einer wesensgemäßen Haltung. So steht für uns zur Zeit nicht die Honiggewinnung im Vordergrund.

Da im letzten Winter ein Volk durch die Varroamilbe gestorben ist, haben wir sehr sorgsam die herbstliche Behandlung mit Ameisensäure durchgeführt. Die anschließende Schätzung der vorhandenen Milben erbrachte einen geringen Befall.

Als Schutz vor Mäusen, die es sich im Spätherbst gerne im warmen Bienenstock gemütlich machen, wurden Mäusegitter vor den Fluglöchern befestigt.

Die letzte Herbstdurchsicht hat uns allerdings heftig erschüttert. Unser „Urvolk“, welches das Hochwasser überlebt und einige Ableger erzeugt hat ist gestorben. Noch stehen wir vor einem Rätsel und forschen an der Ursache.

An dieser Stelle ist der wertvolle Kontakt zu Müfera zu erwähnen. Müfera (Melifera Münster) ist eine konstante und lockere Gruppe von Imkern, die sich praktisch und fachlich mit der wesensgemäßen Bienenhaltung beschäftigt. Wir treffen uns etwas unregelmäßig bei den Imkern privat, tauschen Tipps und diskutieren über den Bücherskorpion, Einraumbeuten, Zertifizierungen und was im Jahresverlauf ansteht. 

  Ausschau 2017


In diesem Jahr ist im Rahmen der Veranstaltungsreihe ein „Besuch bei den Bienen“ in Planung. Angedacht ist ein kurzer Überblick über das Leben des Bien und natürlich ein Kontakt auf Facettenaugenhöhe.
Termin ist der 29.04.2017

Weiterhin liegt uns die Bienenweide oder Bienentrachtpflanzen sehr am Herzen. Entrup ist schon eine Oase für bestäubende Insekten, aber vielleicht können wir die Vielfalt noch erhöhen?

Wer sich für das Wunderwerk Honigbiene interessiert und sich unserem Imkerteam anschließen möchte, ist herzlich willkommen!

Auf dem Hof ist die Lammzeit voll im Gange, unsere Bienen benötigen für ihre Flugfähigkeit eine Außentemperatur von mindestens 12 ºC – somit ist noch Winterruhe für Bienen und Imkerinnen!




Dienstag, 7. Februar 2017

Hofbrief: KW 6


Der eine oder andere Sonnentag hat schon warme Stunden gebracht und doch hat der Winter noch die Oberhand. Obwohl auch wir die warmen Tage schon sehnlichst erwarten, können wir auch dem Frost etwas Gutes abgewinnen. Die Felder und Wiesen erholen sich spürbar. Der Ackerboden krümelt schön zur ersten Bestellung im März. Die Arbeit beim Heckenschnitt, bei der Brennholzwerbung oder beim Streuen von Kompost geht bei frostigem Wetter leichter von der Hand.
Der Mitmachtag „Heckenpflege“ am vergangenen Samstag hat bei schönstem Winterwetter immerhin 10 Teilgeber auf den Hof gelockt. Mit Hilfe zweier Motorsägen und vieler, vieler Hände in dicken Lederhandschuhen konnten wir auf einer Länge von ca. 400m eine Dornenhecke zurückschneiden um stellenweise 5m Breite, die sie über den ursprünglichen Zaun gewuchert war.
Die Lammsaison verläuft in diesem Jahr besonders ruhig, es gibt kaum Komplikationen bei den Lammungen; die meisten Mutterschafe und ihre Lämmer sind wohlauf.
Wir führen das u.A. auf die konsequente Heufütterung in der Winterstallsaison zurück – Heu ist besonders wiederkäuergerecht und fördert somit die Gesundheit der Tiere.
Die Vielfalt im Gemüsesortiment nimmt jetzt spürbar ab. Einige Sorten wie Chinakohl, Radicchio oder Schmelzkohlrabi haben die Grenze der Haltbarkeit erreicht. Bei Kartoffeln und Möhren kooperieren wir traditionellerweise mit unserem Naturland-Nachbarn Heiner Wening und dem biodynamischen Knollmannshof. Dort gab es im letzten Jahr wegen zu viel Regen im Juni und zu wenig Regen im restlichen Sommer erhebliche Ernteausfälle. Die Vorräte sind schon jetzt aufgebraucht. Da wir aber nicht auf diese beiden Grundnahrungsmittel verzichten wollen, werden wir in der nächsten Zeit die CSA-Anteile mit Bio-Kartoffeln von einem regionalen Anbauer und Möhren vom Bio-Großhandel ergänzen.
Jetzt erweist es sich sehr zum Vorteil, dass unser Hof neben dem Gemüseanbau auch auf die Tierhaltung setzt: Im zeitigen Frühjahr ist die Gemüseauswahl gering („Saure-Gurken-Zeit“), die Milch wird aber wieder mehr und die Milchprodukte somit vielfältiger. Außerdem sind die Lämmer vom letzten Jahr jetzt ausgewachsen und liefern nach und nach vorzügliches Fleisch.
Vielleicht passt es ja auch ganz gut zum Winter, mehr tierische Lebensmittel zu essen. Die Vorfreude auf das frische Grün des Frühlings ist dann umso größer. Die ersten Salate und Kohlrabi sind bereits gesät, Samstag folgt die Radieschenaussaat.

Dienstag, 31. Januar 2017

Hofbrief: KW 5


Täglich werden im Schafstall neue Lämmer geboren. Besonders die älteren Schafe lammen meist selbstständig und kümmern sich sofort um ihren Nachwuchs. Beeindruckend ist jedes Mal, wie sicher die Tiere ihrem Instinkt folgen: Wenn die Wehen einsetzen, wird das Schaf unruhig, läuft herum, sucht sich im Stall eine ruhige Ecke und legt sich dann hin, wenn es nötig ist. Kaum sind die Lämmer da, werden sie schnellstens trocken geschleckt und zum Aufstehen ermuntert. Keine halbe Stunde und die jungen Schafstallbewohner sind auf den Beinen. Sie suchen schon Mutters warme Milch und bekommen auch, wenn nötig, mit gezielten Kopfstupsern den Weg zum Euter erklärt. Dort stellen sich die Bocklämmer meist etwas ungeschickter an, als ihre Schwesterchen, was bei uns Menschen ja auch oft nicht anders ist. Aber keine Schafmutter kann eher ruhen, bis die Lämmchen auch wirklich genug von der Erstmilch getrunken haben. Bei den Erstlammenden ist das schon ein bißchen anders: Die Lammungen dauern oft länger und es gibt die eine oder andere junge Mutter, die mit ihrer neuen Rolle erst warm werden muss. Für solche Fälle gibt es dann erstmal ein „Familienzimmer“, wo Schaf und Lämmer sich ungestört kennen lernen können.
Zweifelsohne muss aber gesagt werden, dass
eine zurückhaltende Geburtsbegleitung und im Ernstfall auch aktive Geburtshilfe so manches Lämmer- und auch Schafsleben gerettet hat. Und immer wieder muss ein Lämmchen mit der Milchflasche gefüttert werden, bis es fest im Leben ankommt. Also frühmorgens raus, spätabends raus in den Schafstall für einen Kontrollblick!

Am Montag gab es übrigens eine Vierlingsgeburt. Drillinge gibt es immer wieder, während es Mehrlinge das letzte Mal 2008 gab – einige von Euch kennen noch die Postkarte mit den fünf Lämmern an der Milchbar.

Am Samstag ist wieder Mitmachtag: Heckenpflege steht auf dem Programm.
Auf einer Grünlandfläche wächst die Schlehenhecke seit Jahren in die Breite und überwuchert die Wiese immer mehr. Hier wird deutlich – wir leben in einer Kulturlandschaft. Ohne beherztes Hand-Anlegen verbuscht eine Wiese, die wir für ein natürliches Biotop halten, und wird nach und nach zum Wald.
Wir wollen also die Säge schwingen und das Gebüsch wieder in die Schranken weisen. Das abgesägte Holz kommt dem Osterfeuer zugute.
4. Februar, 10 Uhr, Mittagessen um 13 Uhr inklusive, Anmeldung erwünscht
Samstag laden wir noch zu einer weiteren Veranstaltung. Dorit und Luz von der Zwischenzeit e.V. berichten von ihren Reisen nach Südmexiko und zeigen ihren Film „Wenn das Land zur Ware wird – Von der Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Chiapas“. Mehr Infos gibt es auch im Post unter http://entrup119.blogspot.com/2017/01/wenn-das-land-zur-ware-wird-04022017.html
4. Februar, 14 Uhr im Hofcafé, Eintritt frei

Samstag, 28. Januar 2017

Wenn das Land zur Ware wird... - 04.02.2017, 14Uhr im Hofcafé, Eintritt frei



Die Initiative Entrup 119 zur Erforschung und Förderung des biologisch-dynamischen Landbaus e.V.
veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Zwischenzeit e.V., Münster
die Film- und Diskussionsveranstaltung





Die Zerstörung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung in Chiapas, Südmexiko
4. Februar 2017
14.00 Uhr
im Hofcafé, Gärtnerhof Entrup 119, Altenberge
der Eintritt ist frei
Thematisiert wird die Bedrohung der indigenen Gemeinden in Südmexiko durch Monokulturen, Infrastrukturausbau, Tourismusprojekte und Repression. Die kleinbäuerlichen Dorfgemeinschaften funktionieren bis heute auf der Basis von traditioneller Versammlungskultur, Selbstorganisation, Gemeinschaftsarbeit und Subsistenzwirtschaft.
Das Land der indigenen Bevölkerungsgruppen gerät jedoch zunehmend ins Visier von Politik und Wirtschaft: Die Gemeindeländereien werden zunehmend in eine Ware konvertiert – in aller Regel ohne die betroffenen Menschen zuvor überhaupt zu informieren.
Ölpalmenplantagen, Autobahnen, touristische Ausflugsorte und die unter immensem Druck erzwungene Zusammenfassung von Dörfern in so genannte „Landstädte“ sind nur einige Beispiele für neoliberale und technikgläubige „Entwicklungsprojekte“, die direkt oder indirekt die Lebensgrundlagen und Lebensweisen der Menschen angreifen und die Umwelt schädigen.
Neben dem friedlichen Widerstand der betroffenen Bevölkerungsgruppen, die für ein selbstbestimmtes Leben in Würde und im Einklang mit der Natur kämpfen, thematisiert das Projekt auch die Verbindungslinien zu urbanen Regionen und uns Konsument*innen im reichen Norden, denn der Hunger nach Palmfett, Biosprit und komfortabel-exotischem Tourismus wächst weiterhin.
Als Ergänzung zu der Informationsveranstaltung gibt es eine Internetseite mit Materialien, darunter Online-Videos, Fact Sheets, Interviews und Arbeitsblätter.
Der Link dazu: http://www.zwischenzeit-muenster.de/land.html
Ein Trailer zu dem Film, der am Samstag gezeigt wird: http://www.zwischenzeit-muenster.de/land-film.html

Dienstag, 24. Januar 2017

Hofbrief: KW 4


Unser Gemüsebau-Azubi und Teilzeitbäcker Jan absolviert am Mittwoch seine Abschlussprüfung.
Zwei erfahrene Gemüsegärtner kommen auf den Hof und lassen sich
die Struktur von Entrup 119 erklären. Jan muss beweisen, dass er nicht nur das Handwerk beherrscht, sondern auch zeigen, dass er den biologisch-dynamischen Betriebsorganismus durchdrungen und verstanden hat:
Wie hängen die einzelnen Betriebszweige – Pflanzenbau, Tierhaltung, Verarbeitung und Vermarktung – miteinander zusammen? Wie funktioniert der betriebsinterne Düngerkreislauf?
Wie steht der Betrieb wirtschaftlich da? Wie sind die sozialen Strukturen, wie werden Entscheidungen getroffen? Warum wird in Eigentumsfragen so viel Wert auf Gemeinschaft gelegt? Und warum ist neben der Lebensmittelerzeugung auch immer wieder die Bildungsarbeit im Fokus der Bemühungen? Außerdem stellt Jan sein „Gesellenstück“, die Jahresarbeit, vor.
Im letzten Ausbildungsjahr beschäftigen sich die Absolventen der Freien Demeter-Ausbildung in Theorie und Praxis ganz intensiv mit einem Herzensthema, dass sich aus ihrer Arbeit auf den Betrieben ergibt.
Jan hat im letzten Jahr
die Bodenbedeckung mit Untersaaten zwischen den Gemüsereihen ausprobiert (Lebendmulch). Dabei war es ihm ein Anliegen, die Lebendigkeit der Ackerböden zu erhalten und ein Verfahren zu entwickeln, dass auch unter den Bedingungen des Erwerbsgemüsebaus funktionieren kann, wo teilweise wöchentlich gehackt wird und die fruchtbare Bodenkrume oft monatelang ungeschützt der Witterung ausgesetzt ist. Wir wünschen Jan viel Erfolg bei der Prüfung und sind auch ein wenig stolz, seine Ausbildung im letzten Jahr nach bestem Wissen begleitet zu haben.
Eine weitere spannende Jahresarbeit findet sich im „Hofarchiv“ und kann bei Interesse entliehen werden. 2006 hat der damalige Azubi Michail die Vogelwelt auf und um den Hof untersucht. Gut lesbar und bebildert erlaubt die Arbeit mal einen ganz anderen Blick auf unseren Lieblingshof.