Mittwoch, 15. November 2017

Hofbrief: KW 46


Das Feld, auf dem nächstes Jahr der Frühkohl gepflanzt werden soll (Kohlrabi, Broccoli, Stielmus etc.), haben wir schon im Juli umgepflügt und dort drei Wochen später als „Gründüngungeine Mischung aus Sonnenblumen, Buchweizen, Lein und Phacelia eingesät – allesamt Pflanzen, die den Boden gut durchwurzeln und beschatten und auch viel Grünaufwuchs erzeugen.
Wenn dann stärkere Fröste die
se kälteempfindlichen Pflanzen zum Absterben bringen, fangen sie allmählich zu verrotten an. Die zahlreichen Bodenlebewesen bauen die Grünmasse dann zu Humus um. Der Boden wird damit fruchtbarer, kann im Sommer mehr Wasser speichern, vernässt im Winter aber auch weniger schnell und bleibt länger fein-krümelig – eine gute Voraussetzung für den Anbau anspruchsvoller Gemüsepflanzen.
2018 wollen wir auf dem Hof neben der landwirtschaftlichen Arbeit wieder schöne Mitmachtermine und Hofführungen veranstalten, Filme zeigen und auch Feste feiern. In Vorbereitung ist wie in den Vorjahren ein kleiner Veranstaltungskalender. Wenn jemand hierfür noch tolle Ideen oder auch Wünsche hat – wir nehmen Anregungen gerne entgegen.
Seit letzter Woche liefern wir neben unserem Gemüse und den Kartoffeln und Eiern von Heiner Wening aus Greven auch die leckeren Möhren vom Knollmannshof aus Bad Salzuflen. Der Demeter-Feldgemüsebetrieb von Jens und Sven Weißenbach versorgt uns seit Jahren v.A. mit Möhren, nach Bedarf aber auch mit Weißkohl oder anderem Wurzelgemüse. Mit den Demeter-Möhren aus Ostwestfalen wollen wir unsere CSA-Ernteanteile im Herbst und Winter etwas abrunden.
Termine:
  • 2. Dezember, 8-16 Uhr: Schafschur – zu Beginn der Melkpause und als Vorbereitung auf die Lammzeit dürfen unsere kleinen Wiederkäuer zum Friseur. Der Schafscherer kommt! Gerne nehmen wir hierfür im Hilfe an beim Sortieren der frisch geschorenen Wolle. Bei Interesse bitte melden.
  • 2. Dezember, 10 Uhr: Adventsfrühstück im Veranstaltungsraum
  • 2. Dezember, 11-17 Uhr: Adventsbasar in der Freien Waldorfschule Münster-Gievenbeck – wir sind mit einem Stand vertreten

Freitag, 10. November 2017

Orange-Pumkin-Cheescake


Liebe Gerhild,

wenn es Dir jetzt schon reicht mit der Kürbissuppe, dann habe ich ein ganz außergewöhnliches Rezept für Dich, um die Kürbisse zu verarbeiten. Natürlich auch für alle anderen :-)
Ich habe diesen Käsekuchen zum Ende der letzten Kürbiszeit kreiert, als mir wirklich gar nichts herzhaftes mehr einfiel und sich Kaffee-Besuch ankündigte. Der Kuchen ist leider etwas zeitintensiv, da er immer kühlen muß, lohnt sich aber auf jeden Fall. Schon alleine wenn man später erwähnt was drin ist. Für dieses Jahr habe ich mir eine vegane Schoko-Kürbis-Torte vorgenommen, der Besuch von letztem Kürbiskuchen-Adventskränzchen hat sich wieder gemeldet ;-)



Orange-Pumkin-Cheescake


20x30 Form

Für den Boden:
100 g Butterkekse
100 g Butter
50g Cashewkerne, ungesalzen
2 EL Puderzucker

Für die Füllung:
200 g weiße Schokolade
300 g Frischkäse
250 g Mascarpone

Für die Orangen-Kürbis-Schicht:
1 kleiner Hokaido (600 g)
2 TL Zucker
2-3 Orangen (¼ l Orangensaft)
½ Päckchen Gelantine


Für den Boden die Butterkekse und die Cashewkerne in einen Beutel geben und mit einem Nudelholz fein zerstoßen. Eine 20x30 Form mit Backpapier ausfüllen, die Keks-Kerne-Mischung hineingeben und mit den Puderzucker vermischen. Butter schmelzen zu der Mischung geben und gut vermischen. Danach mit dem Rücken eines großen Löffels gut andrücken und ½ bis 1 Stunde im Kühlschrank fest werden lassen.

Die Schokolade in Stückchen brechen und über dem heißen Wasserbad langsam schmelzen. Frischkäse und Masxarpone zugeben und alles miteinander mit dem Schneebesen gut verrühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Auf dem Keksboden verteilen und nochmals in den Kühlschrank stellen. Nach ca 3 Stunden sollte die Füllung fest sein.

Für die Orangen-Kürbis-Schicht den Kürbis mit Schale ca. 20 Minuten weich kochen, abkühlen lassen und sparsam schälen. Danach mit einem Pürierstab zu feinem Muß pürieren.
Die Orangen pressen und mit der Gelantine in einem Topf mit einem Schneebesen gut verrühren. Erwährmen bis sich die Gelantine komplett gelöst hat und nach und nach das Kürbismus unterrühren. Etwas abkühlen lassen und noch flüssig auf den Kuchen geben.
Nochmals 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen bis die Masse ganz erkaltet und geliert ist.

Mittwoch, 8. November 2017

Kürbis, Kohl & Knollen


Die November-Ernte hat alles, was wir von einer Herbsteinheit erwarten: Viel Kohl-, Wurzel- und Knollengemüse. Und natürlich Kürbisse in Hülle und Fülle. Das Schöne ist ja, dass sich diese Sorten so gut lagern lassen. Auch der Endiviensalat hält sich ein paar Tage im Kühlschrank oder an einem trockenen Platz im Garten.

Die ersten Kürbisse verarbeiten wir immer zu Suppen. Irgendwann reicht's und dann kommt der Backofen zum Einsatz. Sehr lecker ist es, Kürbisspalten mit orientalischen Gewürzen zu bestreuen und mit Parmesan zu überbacken. Heute probiere ich mal das Kürbis-Chili-Rezept von Jutta aus. Bin gespannt....wird bestimmt köstlich!

Dienstag, 7. November 2017

Hofbrief: KW 45


Jetzt haben wir auch richtiges Novemberwetter mit den ersten Frosttemperaturen. Wie jedes Jahr gibt es um diese Zeit auf dem Hof ein paar Vorkehrungen zu treffen. Einige Gemüsesorten, die auf dem Feld stehen, müssen abgeerntet oder mit einem Schutzvlies bedeckt werden, so die Salate, Sellerie oder die Herbstkohlsorten. Oberirdisch verlegte Wasserleitungen oder Schläuche werden abgeklemmt und entleert. Spätestens jetzt ist auch warme und wasserdichte Arbeitskleidung ein Muss.
Vergangenen Samstag haben ca. 20 Menschen 400kg Weißkohl zu Sauerkraut verarbeitet. Insgesamt fünf Gärtöpfe und weitere fünf Eimer wurden gefüllt, die jetzt in einem warmen Raum stehen und uns immer wieder mit einem lustigen „Blubb“ anzeigen, dass die Milchsäuregärung bereits begonnen hat.
Termine:
  • 10.-12. November: Herbsttagung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft im Tagungshaus Lebensbogen, 34289 Zierenberg – Mitglieder und interessierte Menschen sind eingeladen, ihre Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam in Arbeitsgruppen an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten und sich in die strukturelle Arbeit des Netzwerks einzubringen – Tagungsmotto diesmal „Werte Wandeln!“ – mehr Infos unter https://www.solidarische-landwirtschaft.org/aktuelles/netzwerktreffen/
  • So, 12. November, 11-17 Uhr: Wir sind mit einem Stand vertreten auf dem
    Martinsmarkt bei den Camphill Werkstätten Steinfurt, Steintorfeldmark 13, 48565 Steinfurt









Dienstag, 31. Oktober 2017

Hofbrief: KW 44


Es wird spürbar kälter, die Bäume verlieren ihr Laub und spätestens mit der Zeitumstellung und der frühen Abenddämmerung ist der Herbst mit voller Kraft eingezogen.
Auf dem Gemüseacker ernten wir nach und nach das Lagergemüse.
Für die Heizperiode lagern wir Brennholz ein; dafür werden auch Bäume im hofeigenen Wald eingeschlagen, v.A. Totholz, Pappeln als standortfremde und zu dicht stehende Bäume.
Am Samstag (4. November) ist wieder Mitmachtag: Zusammen mit Euch wollen wir den frisch geernteten Weißkohl zu leckerem Sauerkraut verarbeiten. Um 10.00 Uhr soll es los gehen. An mehreren Stationen wird der Kohl gewaschen, geputzt, entstrunkt, klein geschnitten und zu feinen Streifen gehobelt. Dann werden Salz und Gewürze hinzugemengt; die Mischung füllen wir in spezielle Gärtöpfe und stampfen sie so lange, bis Kohlsaft austritt.
Wir brauchen also am Samstag viele Hände und freuen uns auf Anmeldungen, um besser planen zu können.
Wenn die Arbeit erledigt ist, müssen noch
einige Wochen vergehen, damit die Milchsäuregärung den Kohl haltbar, bekömmlich und besonders schmackhaft machen kann. Was lange währt, darauf freut man sich besonders!
Der Butternut-Kürbis schmeckt etwas anders, als der gewohnte Hokkaido, ist aber sehr delikat.
Die Schale kann auch mitverzehrt werden, hat allerdings eine längere Garzeit. Alternativ kann man den Butternut der Länge nach teilen und im garen Zustand auslöffeln.
Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann
sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als Hingucker oder „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber schon; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
Termine:
  • Sa., 4. November, 10 Uhr: Mitmachtag – wir stellen Sauerkraut her
  • 10.-12. November: Herbsttagung des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft im Tagungshaus Lebensbogen, 34289 Zierenberg – Mitglieder und interessierte Menschen sind eingeladen, ihre Erfahrungen auszutauschen, gemeinsam in Arbeitsgruppen an aktuellen Fragestellungen zu arbeiten und sich in die strukturelle Arbeit des Netzwerks einzubringen – Tagungsmotto diesmal „Werte Wandeln!“ – mehr Infos unter https://www.solidarische-landwirtschaft.org/aktuelles/netzwerktreffen/
  • So, 12. November, 11-17 Uhr: Wir sind mit einem Stand vertreten auf dem Martinsmarkt bei den Camphill Werkstätten Steinfurt, Steintorfeldmark 13, 48565 Steinfurt

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Hofbrief: KW 43


Kalt und nass gehört zum goldenen Herbst dazu.
Berufbedingt verbringen wir sehr viel Zeit draußen und merken: Aus der warmen Stube erscheint es einem viel unwirtlicher, als es tatsächlich ist. Wenn man erstmal den Schritt nach draußen getan hat, regendicht und warm eingepackt, dann lässt es sich durchaus einige Zeit aushalten, besonders, wenn man sich bewegt. Auch wenn die Sonne nicht scheint, trotzdem sind wir meistens fröhlicher und wacher, wenn wir an der frischen Luft arbeiten und Licht tanken können!
Im Gemüsebau räumen wir in den Folientunneln die Tomaten- und Paprikabeete und pflanzen für die Wintersaison kälteunempfindliche Salate wie Postelein, Hirschhornwegerich und Asiasalat sowie den allseits beliebten Feldsalat.
Die Landwirte warten und verräumen diverse Maschinen, es findet sich endlich auch die Zeit für lange aufgeschobene Umbauten und Reparaturen.
Diese Woche hat unsere FÖJ‘lerin Karlotta selbstständig die Milch verarbeitet, sodass Hofkäserin Angela auch mal Urlaub machen konnte.
An den drei Mitmachtagen Ende September und Anfang Oktober haben wir über eine Tonne Obst gepflückt, das jetzt im Erdkeller hinter dem Schafstall lagert und nach und nach an die Depots verteilt wird.
Die Obsternte ist somit abgeschlossen. Der Mitmachtag am 28. Oktober fällt deshalb aus.
Kürbisse lagern am längsten bei 15 bis 20° C. Auf dem Hof haben wir jedoch keinen entsprechenden Lagerraum.
Wir liefern die geernteten Früchte deshalb relativ zügig aus. Wer gerade keinen riesigen Appetit auf Kürbis hat, kann
sie auch noch gut bis Ende Dezember, teilweise auch länger liegen lassen, ob auf dem Küchenschrank oder als Hingucker oder „Zierkürbis“ an einem Ehrenplatz im Wohnzimmer. Regelmäßig kontrollieren sollte man die Herbstfrüchte aber schon; wenn eine weiche Stelle auffällt, sollte man sie rausschneiden und den Kürbis zügig verbrauchen.
Am 4. November ist wieder Mitmachtag. Ab 10 Uhr stellen wir wieder das beliebte Sauerkraut her.

Freitag, 20. Oktober 2017

Erbsen-Nudeln mit Kürbis-Chilli-Soße

Jipieh, die Kürbiszeit hat angefangen! Ich freue mich schon das ganze Jahr darauf, ist der Kürbis doch unglaublich vielseitig. Und wenn man ihn einmal geschnitten hat, dann ist er auch sehr schnell und einfach zu zu bereiten. Hier ein Beispiel für ein etwas anderes Kürbisgericht - und ideal für kleinere Kürbisse.



 

 

Erbsen-Nudeln mit Kürbis-Chilli-Soße


4 Personen

250 g Erbsen-Nudeln
1 Hokaido-Kürbis (500-600 g)
350 ml Gemüsebrühe
2 Zwiebeln
½ – 1 Chillischote
3 TL Tomatenmark
2 TL Paprika edelsüß
1 TL Estragon
Salz
3 EL Bratöl
100 g Hartkäse


Den Kürbis waschen, achteln, das Kerngehäuse heraus lösen und klein schneiden.
Die Zwiebeln schälen und würfeln, die Chillischote sehr klein schneiden. Beides in einem Topf in Öl glasig dünsten.
Vorsichtig die Gemüsebrühe und die Kürbisstücke dazu geben und bei mittlerer Hitze gar köcheln lassen. Wenn der Kürbis weich genug ist mit einem Stampfer oder Pürierstab zerkleinern bis eine cremige Soße entstanden ist. Tomatenmark und Gewürze hinzugeben und abschmecken.

Die Nudeln nach Packungsbeilage kochen und den Käse raspeln und dazu reichen.